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Trading

Apple, Amazon, Facebook & Co: Jetzt geht die Party erst so richtig los

Zum Ende des Jahres 2018 gerieten im Zuge der allgemeinen Börsenturbulenzen vor allem große US-Technologietitel unter Druck, nachdem sie die weltweite Aktienmarktrally jahrelang angeführt hatten. Umso gespannter dürften Anleger einen Blick auf die jüngsten Quartalsergebnisse einiger Branchengrößen werfen.

In der kommenden Woche werden einige von ihnen ihre neuesten Geschäftszahlen vorlegen. Sie dürften das berühmte Salz in der Suppe sein und die Berichtssaison-Party so richtig in Schwung bringen. Darüber hinaus steigen auch einige DAX®-Konzerne in die Berichtssaison für das Schlussquartal 2018 ein. Es berichten unter anderem Caterpillar (Montag); SAP, Apple (Dienstag); Facebook, Microsoft, Tesla (Mittwoch) und Amazon (Donnerstag).



Caterpillar muss mit einigen Widrigkeiten fertig werden


Dem US-Baumaschinengiganten Caterpillar machten zuletzt der Handelsstreit zwischen China und den USA sowie die verschlechterten Konjunkturaussichten zu schaffen. Zudem litt das Unternehmen unter höheren Rohstoffkosten. Welchen Einfluss diese Effekte auf die jüngsten Geschäftsergebnisse hatten, erfahren Anleger am Montag. Zumal der Konzern zum Jahresende 2018 unter anderem mit höheren Preisen auf die gestiegenen Kosten reagieren wollte. Analysten gehen laut Refinitiv für das Schlussquartal 2018 im Schnitt von Umsatzerlösen in Höhe von 14,33 Mrd. US-Dollar aus. Der bereinigte Gewinn je Aktie wird auf Analystenseite im Schnitt bei 2,99 US-Dollar gesehen, nach 2,16 US-Dollar im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Update Caterpillar: Baumaschinengigant zeigt sich wenig optimistisch
Obwohl Caterpillar seine Umsatzerlöse im vierten Quartal 2018 um 11 Prozent auf 14,3 Mrd. US-Dollar steigern konnte, enttäuschte der Baumaschinengigant in einigen Bereichen die Erwartungen des Marktes. Der Ausblick fiel ebenfalls wenig überzeugend aus. Zwar stieg der bereinigte Gewinn je Aktie im Schlussquartal von 2,16 US-Dollar im Vorjahr auf nun 2,55 US-Dollar, dieser wurde auf Analystenseite laut Refinitiv jedoch im Schnitt bei 2,99 US-Dollar gesehen. Bei den Umsätzen stellten Marktexperten einen Wert in Höhe von 14,33 Mrd. US-Dollar in Aussicht. Für das Geschäftsjahr 2019 rechnet das Management mit einem bereinigten EPS von 11,75 bis 12,75 US-Dollar. Analysten hatten zuletzt jedoch einen Wert von 12,64 US-Dollar erwartet.


Quelle: Reuters, Kurs in USD



Bekommt SAP seine Kosten in den Griff?


Nach den vielen Übernahmen der vergangenen Jahre wollte sich das SAP-Management in Sachen größere Zukäufe zurückhalten. Allerdings schlug man im Fall von Qualtrics doch noch einmal zu. Mitte November 2018 wurde die 8 Mrd. US-Dollar schwere Übernahme des im Software-Bereich Experience Management (XM) tätigen US-Unternehmens vermeldet. Am Dienstag stehen wiederum die jüngsten Quartalsergebnisse des größten Softwareunternehmens Europas im Fokus. Analysten hatten zuletzt laut FactSet für das vierte Quartal im Schnitt Umsatzerlöse in Höhe von 7,19 Mrd. Euro vorhergesagt. Im Gegensatz dazu wird mit einem Rückgang des bereinigten Gewinns je Aktie von 1,77 Euro im Vorjahr auf 1,55 Euro gerechnet. Dabei hatten es die Walldorfer in jüngster Zeit unter anderem mit hohen Kosten für die Integration übernommener Unternehmen zu tun. Einmal mehr dürfte auch der Blick auf das schnell wachsende und immer wichtiger werdende Cloud-Geschäft interessant sein.

Update SAP: Teures Wachstum
SAP setzte seinen Wachstumskurs im Schlussquartal 2018 fort. Allerdings machten sich die Kosten des Wachstums erneut auf der Ergebnisseite negativ bemerkbar. Die Umsatzerlöse legten um 9 Prozent auf 7,4 Mrd. Euro zu, während der Nettogewinn um 9 Prozent auf 1,7 Mrd. Euro schrumpfte. Der Gewinn je Aktie lag bei 1,51 Euro. Für das Gesamtjahr 2018 wies Europas größter Softwarekonzern einen Umsatzanstieg um 5 Prozent auf 24,7 Mrd. Euro aus. Der Nettogewinn stieg um 1 Prozent auf 4,1 Mrd. Euro. Die von Marktteilnehmern vielbeachtete bereinigte operative Marge konnte auf Gesamtjahressicht gerade einmal um 0,1 Prozentpunkte auf 29,0 Prozent gesteigert werden. Für die Zukunft zeigte sich das Management erneut optimistisch. Vor allem dank des Wachstums im Cloud-Geschäft und dank einiger Übernahmen. Die bereinigten Erlöse aus Cloud-Subskriptionen und -Support sollen von 5,0 Mrd. Euro in 2018 in diesem Jahr auf 6,7 bis 7,0 Mrd. Euro ansteigen. Entsprechend sollen auch die konzernweiten Erlöse weiter zulegen.


Quelle: Reuters



Apple hat viel wiedergutzumachen


Anleger zeigten sich zuletzt von Apple ein ums andere Mal enttäuscht. Beispielsweise will der Konzern mit dem Apfel im Logo seine iPhone-Verkäufe nicht mehr ausweisen. Ein Indiz dafür, dass von Managementseite schwache Smartphone-Verkäufe erwartet werden. Dabei ist das iPhone immer noch Apples mit Abstand wichtigstes Produkt. Außerdem sorgten Schwächen in China dafür, dass der Konzern seine Umsatzprognose für das wichtige Weihnachtsquartal senken musste. Die dadurch befeuerte Schwäche der Apple-Aktie sorgte dafür, dass Apple nicht mehr das wertvollste börsennotierte Unternehmen der Welt ist. Positive Quartalsergebnisse könnten für einiges entschädigen. Auf der Umsatzseite liegen die Konsensschätzungen laut Refinitiv bei 84,04 Mrd. US-Dollar, was einem Rückgang von 4,8 Prozent entsprechen würde. Das bereinigte EPS soll aus Analystensicht dagegen von 3,89 US-Dollar auf 4,17 US-Dollar zugelegt haben.

Update Apple: Auf einem guten Weg
Apple wies für das erste Quartal seines Geschäftsjahres 2018/19 (Ende Dezember) Umsatzerlöse in Höhe von 84,3 Mrd. US-Dollar aus. Damit fielen die Erlöse im Vorjahresvergleich um 5 Prozent. Der Nettogewinn fiel minimal um 0,5 Prozent auf 20,0 Mrd. US-Dollar. Der um Einmaleffekte bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 4,18 US-Dollar. Die Konsensschätzungen sahen zuvor laut Refinitiv bei den Umsätzen einen Wert von 84,04 Mrd. US-Dollar und ein EPS von 4,17 US-Dollar vor. Für das laufende März-Quartal rechnet Apple mit einem erneuten Umsatzrückgang. Das Management sieht die Erlöse bei 55 bis 59 Mrd. US-Dollar, nach 61,14 Mrd. US-Dollar im Vorjahr. Auf Analystenseite wurde zuletzt ein Wert von 58,99 Mrd. US-Dollar in Aussicht gestellt. Die jüngsten Zahlen und der Ausblick zeigen schwächere Umsätze mit iPhones. Außerdem schwächelt Apples China-Geschäft. Im Dezember-Quartal wurde dort ein Umsatzrückgang um 27 Prozent auf 13,2 Mrd. US-Dollar verbucht. Darüber hinaus machten Apple zuletzt negative Wechselkurseffekte, vor allem der starke US-Dollar, zu schaffen. Gleichzeitig überzeugte der Konzern jedoch mit dem Wachstum im Dienstleistungsbereich. Außerdem werden die Preise für iPhones außerhalb des heimischen US-Marktes auf den Prüfstand gestellt, so dass wieder mehr Menschen bei den Apple-Smartphones zugreifen könnten.


Quelle: Reuters, Kurs in USD



Facebook: Das Soziale Netzwerk gerät unter Druck


Facebook hatte im Vorjahr zeitweise mit rückläufigen Zahlen bei den täglichen Nutzern des Sozialen Netzwerks in Europa zu kämpfen. Gründe waren unter anderem der Datenskandal um die Analysefirma Cambridge Analytica und der Diebstahl von Nutzerdaten. Außerdem tritt die EU entschiedener im Kampf um Datensicherheit auf. Inwieweit sich diese Faktoren auf die Ergebnisse im Schlussquartal 2018 ausgewirkt haben, erfahren Anleger am Mittwochabend. Trotz des Gegenwindes rechnen Analysten laut Refinitiv mit deutlichen Umsatz- und Gewinnsteigerungen im Vorjahresvergleich. Die Umsatzerlöse sollen um 26,4 Prozent auf 16,40 Mrd. US-Dollar zugelegt haben, während der bereinigte Gewinn je Aktie bei 2,19 US-Dollar gesehen wird. Im Vorjahr wurde lediglich ein Wert von 1,44 US-Dollar erreicht.

Update Facebook: Herausforderungen gemeistert
Trotz der jüngsten Herausforderungen konnte Facebook einmal mehr überzeugende Quartalsergebnisse präsentieren. Im Schlussquartal 2018 wurden die Markterwartungen sowohl auf der Umsatzseite als auch bei den Ergebnissen übertroffen. Zu verdanken hatte das Soziale Netzwerk diesen Erfolg erneut der Internetwerbung. Zwischen Oktober und Dezember 2018 lagen die konzernweiten Umsatzerlöse bei 16,91 Mrd. US-Dollar. Ein Anstieg um 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das bereinigte EPS stieg um 65 Prozent auf 2,38 US-Dollar. Kurz vor Bekanntgabe der Zahlen hatten Analysten laut Refinitiv im Schnitt Umsatzerlöse in Höhe von 16,40 Mrd. US-Dollar bei einem bereinigten Gewinn je Aktie von 2,19 US-Dollar erwartet.


Quelle: Reuters, Kurs in USD



Microsoft will die Gelegenheit nutzen


Nachdem die Apple-Aktie zum Ende des Jahres 2018 deutliche Kursverluste zu beklagen hatte und der Börsenwert Apples deutlich zurückkam, streiten sich nun unter anderem Amazon und Microsoft um den Titel des wertvollsten börsennotierten Unternehmens der Welt. Gute Quartalsergebnisse könnten dem Softwareriesen Microsoft helfen, sich diesen Titel zu schnappen. Diese werden am Mittwochabend veröffentlicht. Für das Dezember-Quartal gehen Analysten laut Refinitiv von einem Umsatzplus im Vorjahresvergleich um 12,4 Prozent auf 32,49 Mrd. US-Dollar aus. Das bereinigte EPS wird im Schnitt bei 1,09 US-Dollar gesehen, nach 0,96 US-Dollar im Vorjahr.

Update Microsoft: Die Begeisterung fehlt
Microsoft hat im zweiten Quartal seines Geschäftsjahres 2018/19 Umsatzerlöse in Höhe von 32,47 Mrd. US-Dollar eingefahren. Der Nettogewinn lag bei 8,42 Mrd. US-Dollar. Das bereinigte EPS wurde vonseiten des Softwarekonzerns wiederum mit 1,10 US-Dollar angegeben. Analysten rechneten zuletzt laut Refinitiv mit Umsätzen von 32,51 Mrd. US-Dollar und einem EPS von 1,09 US-Dollar. Während die Umsätze leicht unter den Konsensschätzungen lagen zeigten sich Marktteilnehmer mit dem Rückgang des Wachstums der Cloud-Plattform Azure unzufrieden. Das dortige Geschäft wuchs im Vorjahr um 98 Prozent, im Dezember-Quartal lag das Plus nur noch bei 76 Prozent, genauso wie im September-Quartal.




Quelle: Reuters, Kurs in USD



Tesla muss sparen


Tesla versucht immer noch seine Kosten in den Griff zu bekommen. Aus diesem Grund kündigte Konzernchef und Gründer Elon Musk nun an, die Mitarbeiterzahl um 7 Prozent oder um etwas mehr als 3.000 Festangestellte senken zu wollen. Nachdem der kalifornische Elektrowagenbauer im dritten Quartal 2018 nach langer Zeit endlich wieder einen Gewinn einfahren konnte, war dieser für das Schlussquartal alles andere als sicher. Analysten hatten laut Refinitiv im Schnitt ein bereinigtes EPS in Höhe von 2,22 US-Dollar in Aussicht gestellt, nachdem im Vorjahr noch ein Minus von 3,04 US-Dollar zu Buche gestanden hatte. Die Umsatzerlöse sollen sich aus Analystensicht dagegen im Vorjahresverglich auf 7,07 Mrd. US-Dollar mehr als verdoppelt haben.

Update Tesla: Profitabilität bleibt ein wichtiges Thema
Im Dezember-Quartal verdiente Tesla unter dem Strich 139,5 Mio. US-Dollar. Damit lag das den Anteilseignern zurechenbare Nettoergebnis zum zweiten Mal in Folge im Plus. Trotzdem zeigten sich Anleger in einer ersten Reaktion von den jüngsten Zahlen beim kalifornischen Elektrowagenbauer nicht gerade begeistert. Das bereinigte Ergebnis je Aktie wurde von Managementseite mit 1,93 US-Dollar angegeben. Die Umsatzerlöse lagen wiederum bei 7,23 Mrd. US-Dollar. Analysten hatten zuletzt laut Refinitiv ein EPS von 2,20 US-Dollar bei Umsatzerlösen von 7,08 Mrd. US-Dollar in Aussicht gestellt. Neben den eigentlichen Zahlen und der Enttäuschung über die schwache Profitabilität sorgten einige Aussagen des Managements für Verärgerung bei Anlegern. Beispielsweise muss das Unternehmen die Produktion in China in Gang bringen und die Preise für das „Model 3“ senken, um 2019 in jedem Quartal Gewinne zu erzielen. Es ist jedoch nicht sicher, ob sich diese Vorhaben so einfach umsetzen lassen können.




Quelle: Reuters, Kurs in USD



Amazon: Nur ein kleiner Dämpfer


Zwar verlor Amazon zuletzt einen wichtigen Regierungsauftrag im Cloud-Bereich an Microsoft, trotzdem hat der E-Commerce-Riese weiterhin gute Karten, wenn es um die Frage geht, welches Unternehmen sich den Titel des wertvollsten börsennotierten Konzerns der Welt sichert. Amazon dürfte zu Weihnachten erneut von guten Geschäften auf seinem Online-Marktplatz profitiert haben. Außerdem entpuppte sich das Cloud-Geschäft (Amazon Web Services, AWS) trotz des kleinen Rückschlags in Bezug auf den entgangenen Regierungsauftrag, zuletzt als besonders wachstumsstark. Konzernweit sollen die Umsatzerlöse im vierten Quartal 2018 laut Refinitiv-Konsens um 18,9 Prozent auf 71,85 Mrd. US-Dollar angestiegen sein. Das bereinigte EPS wird im Schnitt bei 5,65 US-Dollar vermutet, nach 2,16 US-Dollar im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Update Amazon: Indien-Geschäft sorgt für Kopfzerbrechen
Amazon konnte starke Ergebnisse für das Schlussquartal 2018 präsentieren. Dazu hatte vor allem das gute Weihnachtsgeschäft auf dem gleichnamigen Internetmarktplatz beigetragen. Allerdings enttäuschte Amazon die Markterwartungen mit dem Ausblick auf das laufende erste Quartal 2019. Schuld sind vor allem einige neue Regulierungen in Indien. Zwischen Oktober und Dezember 2018 lagen die konzernweiten Umsatzerlöse bei 72,4 Mrd. US-Dollar. Ein Anstieg von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Nettogewinn schoss um 63 Prozent auf 3,0 Mrd. US-Dollar. Der um Einmaleffekte bereinigte Gewinn je Aktie wurde mit 6,04 US-Dollar angegeben. Analysten hatten zuletzt laut Refinitiv Umsatzerlöse in Höhe von 71,87 Mrd. US-Dollar bei einem EPS von 5,67 US-Dollar erwartet. Für das erste Quartal 2019 rechnet Amazon mit Erlösen zwischen 56 und 60 Mrd. US-Dollar. Die Konsensschätzungen lagen zuletzt bei 60,96 Mrd. US-Dollar.


Quelle: Reuters, Kurs in USD

Im Laufe der kommenden Woche finden Sie dann an dieser Stelle Updates dazu, wie die Unternehmensergebnisse ausgefallen sind.

Folgende Unternehmen werden u.a. in der kommenden Woche ebenfalls Quartalsberichte veröffentlichen:

Montag

-

Dienstag

3M, AMD, Amgen, Biogen, eBay, Illumina, Lockheed Martin, Pfizer,

Mittwoch

Alibaba, AT&T, Boeing, General Dynamics, McDonalds, Paypal, Visa

Donnerstag

Altria, General Electric, MasterCard, Software AG, Symantec,

Freitag

Chevron, Deutsche Bank, Exxon Mobil, Merck & Co