2015_Highlight_Monatsrueckblick_Header

Trading

Quartalsbilanzen sollen ihre volle Wirkung entfalten

Börsianer zeigten sich zuletzt in Bezug auf einige Marktrisiken wie den Handelsstreit zwischen China und den USA etwas entspannter, so dass erfreuliche Quartalsergebnisse einen größeren positiven Einfluss auf die Aktienkursentwicklung haben könnten.

Während sich die US-Berichtssaison für das Schlussquartal 2018 ihrem Ende zuneigt, läuft die aktuelle Berichtssaison hierzulande weiterhin auf Hochtouren. In der kommenden Woche berichten unter anderem Wal-Mart (Dienstag); Fresenius Medical Care (FMC), Fresenius (Mittwoch); Deutsche Telekom, Hochtief und Newmont Mining (Donnerstag).



Wal-Mart: Das Duell geht weiter


Am Dienstag legt Wal-Mart seine Ergebnisse für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2018/19 (Ende Januar) vor. Einmal mehr dürften Anleger nicht nur auf die Umsätze im stationären Handel blicken, sondern auch darauf, wie sich der Handelskonzern im Wettbewerb mit Amazon im Onlinehandel geschlagen hat. Analysten gingen zuletzt laut Refinitiv von konzernweiten Umsatzerlösen in Höhe von 138,66 Mrd. US-Dollar aus, was einem leichten Plus gegenüber dem Vorjahr von 1,8 Prozent entsprechen würde. Der Gewinn je Aktie sollte aus Analystensicht mit 1,33 US-Dollar genau den Vorjahreswert erreicht haben.

Update Wal-Mart: US-Konsumenten zeigen sich weiterhin in Kauflaune
Wal-Mart konnte die Erwartungen der Analysten an das jüngste Geschäftsquartal des Einzelhandelsriesen übertreffen. Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2018/19 (Ende Januar) lagen die konzernweiten Umsatzerlöse bei 138,8 Mrd. US-Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 1,41 US-Dollar. Analysten gingen zuvor laut Refinitiv von Umsatzerlösen in Höhe von 138,66 Mrd. US-Dollar aus, während das EPS lediglich bei 1,33 US-Dollar und damit auf dem Vorjahresniveau gesehen wurde. Wal-Mart profitierte ganz besonders von guten Geschäften in den USA. Die vergleichbaren Umsätze in den seit mindestens einem Jahr geöffneten Läden kletterten um 4,2 Prozent. Damit verzeichnete Wal-Mart das 18. Quartal in Folge ein Wachstum auf dem heimischen US-Markt. Auch das deutliche Umsatzplus von 43 Prozent im E-Commerce-Geschäft trug zur positiven Entwicklung im Weihnachtsquartal bei, was Anleger insbesondere im Hinblick auf den Wettbewerb mit Amazon gerne gehört haben dürften.


Quelle: Reuters, Kurs in USD



Fresenius Medical Care: Sparmaßnahmen im US-Gesundheitssystem


Der Dialyse-Spezialist Fresenius Medical Care (FMC) konzentriert sich vor allem auf den US-Markt. Umso mehr hatte das Unternehmen mit dem Umstand zu kämpfen, dass Politiker zuletzt mit aller Macht versuchten, die Kosten des Gesundheitssystems zu senken. Das bedeutet, dass als zu teuer angesehene Gesundheitsprogramme möglicherweise überhaupt nicht mehr oder nur noch zum Teil von der Regierung gefördert werden. Auch im Schlussquartal und Gesamtjahr 2018 dürften sich bei FMC entsprechende Effekte gezeigt haben. Analysten gehen laut FactSet für die Zeit zwischen Oktober und Dezember 2018 von einem Umsatzrückgang von 4,43 Mrd. Euro im Vorjahr auf 4,34 Mrd. Euro aus. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll dagegen im Vorjahresvergleich um 5 Cent auf 1,23 Euro angestiegen sein.

Update Fresenius Medical Care: Mehrwert für Aktionäre
Fresenius Medical Care (FMC) verzeichnete sowohl für das Schlussquartal als auch für das Gesamtjahr 2018 einem Umsatzrückgang um 3 Prozent auf 4,3 bzw. 16,5 Mrd. Euro. Der Nettogewinn stieg in 2018 um 1 Prozent auf 1,98 Mrd. Euro, während das Plus im Schlussquartal sogar bei 8 Prozent auf 425 Mio. Euro lag. Zudem blickte das Management auf eine positive Cashflow-Entwicklung. Das Geld soll unter anderem für Investitionen in weiteres Wachstum, die 22. Dividendenerhöhung in Folge und ein Aktienrückkaufprogramm gesteckt werden. Für 2019 stellt das Management einen bereinigten Umsatzanstieg um 3 bis 7 Prozent in Aussicht. In 2020 wird wiederum ein Plus im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich gesehen. Die 2020er-Prognose für das Wachstum des bereinigten Konzernergebnisses lautet ähnlich, während für das laufende Jahr eine Spanne zwischen -2 und +2 Prozent in Aussicht gestellt wird.


Quelle: Reuters



Fresenius will verlorenes Vertrauen zurückgewinnen


Der Gesundheitskonzern Fresenius hatte Anlegern lange Zeit viel Freude bereitet. Das DAX®-Unternehmen legte auch dank Übernahmen einen rasanten Wachstumskurs hin, wovon auch der Aktienkurs profitierte. Im Vorjahr sorgte der Konzern jedoch mit einer Gewinnwarnung für Enttäuschung. Daran war nicht nur die Dialyse-Tochter Fresenius Medical Care (FMC) schuld. Mit positiven Geschäftszahlen könnte Fresenius wieder zum Liebling der Anleger werden. Analysten gehen für das Schlussquartal 2018 von einem minimalen Umsatzrückgang von 8,70 Mrd. Euro im Vorjahr auf nun 8,63 Mrd. Euro aus, während der bereinigte Gewinn je Aktie bei 0,92 Euro liegen soll, nach 0,93 Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Update Fresenius: 26. Dividendenerhöhung in Folge
2018 war für den Gesundheitskonzern Fresenius bereits das 15. Rekordjahr in Folge. Die Umsatzerlöse kletterten um 2 Prozent auf 33,5 Mrd. Euro. Im Schlussquartal lag das Plus sogar bei 7 Prozent auf 8,8 Mrd. Euro. Im Gesamtjahr lag das EBIT jedoch mit 4,56 Mrd. Euro um 4 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Gewinn konnte dagegen um 4 Prozent auf 1,87 Mrd. Euro gesteigert werden. Entsprechend dürfen sich Anteilseigner über die 26. Dividendenerhöhung in Folge freuen. Die Ausschüttung steigt um 7 Prozent auf 0,80 Euro je Aktie. Für das Geschäftsjahr 2019 erwartet das Management einen währungsbereinigten Anstieg des Konzernumsatzes um 3 bis 6 Prozent. Das Konzernergebnis soll währungsbereinigt in etwa auf dem 2018er-Niveau liegen. Dabei wird 2019 eine Art Übergangsjahr. Investitionen und Sparmaßnahmen stehen dabei im Vordergrund.


Quelle: Reuters



Die Deutsche Telekom hat derzeit viel um die Ohren


Bei der Deutschen Telekom ist derzeit viel los. Der Bonner Telekommunikationskonzern hofft, dass die Fusion der US-Mobilfunktochter T-Mobile US mit dem Konkurrenten Sprint über die Bühne geht. Außerdem steht in Deutschland die Versteigerung der wichtigen 5G-Funklizenzen auf dem Programm. Am kommenden Donnerstag werden Anleger jedoch zunächst auf die jüngsten Geschäftszahlen des DAX®-Konzerns blicken. Zuletzt war es vor allem die Tochter T-Mobile US, die die Geschäfte bei der Deutschen Telekom beleben konnte. Analysten gehen für die Zeit zwischen Oktober und Dezember 2018 von konzernweiten Umsätzen in Höhe von 20,36 Mrd. Euro aus, nach 19,16 Mrd. Euro im Vorjahr. Beim Gewinn je Aktie wird jedoch mit einem Rückgang von 0,56 auf 0,25 Euro gerechnet.

Update Deutsche Telekom: Starker Auftritt
Die Deutsche Telekom steigerte ihre Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2018 um 0,9 Prozent auf 75,7 Mrd. Euro. Im Schlussquartal lag das Plus sogar bei 5,7 Prozent auf 20,3 Mrd. Euro. Das bereinigte EBITDA wurde auf Gesamtjahressicht um 5,0 Prozent auf 23,3 Mrd. Euro verbessert, während zwischen Oktober und Dezember sogar ein Zuwachs von 12,6 Prozent auf 5,6 Mrd. Euro verzeichnet werden konnte. Auf Unternehmensseite zeigte man sich zufrieden, dass nicht nur T-Mobile US für Wachstum sorgte, sondern dass die Bonner auf beiden Seiten des Atlantiks eine starke Präsenz zeigen konnten. Die Anteilseigner dürfen sich über einen Dividendenanstieg von 0,65 Euro im Vorjahr auf nun 0,70 Euro je Aktie freuen. Die mittel- bis langfristigen Ziele wurden bestätigt. So sollen die Erlöse bis 2021 durchschnittlich pro Jahr um 1 bis 2 Prozent wachsen, während das bereinigte EBITDA pro Jahr im Schnitt um 2 bis 4 Prozent zulegen soll. Der entsprechende Wert für den Free Cashflow liegt bei rund 10 Prozent.


Quelle: Reuters



Hochtief zeigt sich noch großzügiger


Der deutsche Baukonzern Hochtief ist zuletzt vor allem mit der Übernahme des spanischen Autobahnbetreibers Abertis durch Hochtief selbst, seine spanische Muttergesellschaft ACS und den italienischen Konkurrenten Atlantia aufgefallen. Am Donnerstag werden dagegen die Ergebnisse für das vierte Quartal und Gesamtjahr 2018 im Fokus stehen. Das Management hatte zuletzt einen operativen Konzerngewinn von 470 bis 520 Mio. Euro in Aussicht gestellt. Dies würde einem Anstieg im Vorjahresvergleich um 4 bis 15 Prozent entsprechen. Nach neun Monaten im laufenden Geschäftsjahr wurde dieser Wert bereits um 15 Prozent auf 368,6 Mio. Euro gesteigert. Außerdem dürfen sich Anteilseigner auf einen Anstieg der Ausschüttungsquote der Dividende für 2018 von 50 auf 65 Prozent des nominalen Konzerngewinns freuen.

Update Hochtief: Steigende Gewinne
Hochtief konnte im Geschäftsjahr 2018 eine operative Stärke an den Tag legen. Außerdem profitierte der Baukonzern von der Abertis-Übernahme. Der nominale Konzerngewinn schoss um 29 Prozent in die Höhe. Die Ausschüttung an die Anteilseigner soll sogar um 47 Prozent auf 4,98 Euro je Aktie steigen. Konzernweit lagen die Umsatzerlöse bei 23,9 Mrd. Euro. Ein Anstieg von 5,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der operative Konzerngewinn legte um 15 Prozent auf 521 Mio. Euro zu. Für 2019 erwartet das Hochtief-Management einen operativen Konzerngewinn im Bereich von 640 bis 680 Mio. Euro, wobei laut Einschätzung der Unternehmensführung alle Geschäftsbereiche zur weiter verbesserten Performance des Konzerns beitragen dürften.




Quelle: Reuters



Newmont Mining beteiligt sich an Branchenkonsolidierung


Auch Newmont Mining ist Teil der jüngsten Fusions- und Übernahmewelle unter den Goldminenbetreibern. Das Unternehmen aus Denver, im US-Bundesstaat Colorado, tut sich mit dem kanadischen Konkurrenten Goldcorp zusammen, um einen neuen Marktführer zu kreieren. Am Donnerstag wird Newmont jedoch erst einmal die jüngsten Geschäftsergebnisse bekannt geben. Analysten gehen laut Refinitiv für das Dezember-Quartal von einem Umsatz in Höhe von 1,88 Mrd. US-Dollar aus. Ein Rückgang um 3,1 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der bereinigte Gewinn je Aktie wird auf Analystenseite wiederum bei 0,24 US-Dollar gesehen, nach 0,40 US-Dollar im vierten Quartal 2017.

Update Newmont Mining: Newmont Goldcorp nimmt Formen an
Newmont Mining konnte seine Umsatzerlöse im vierten Quartal 2018 gegenüber dem Vorjahr um 6 Prozent auf 2,05 Mrd. US-Dollar steigern. Der den Anteilseignern zurechenbare Nettoverlust aus den fortgeführten Geschäften lag bei 3 Mio. US-Dollar, nachdem im Vorjahr noch ein Minus von 549 Mio. US-Dollar zu Buche gestanden hatte. Bereinigt um Einmaleffekte wurde ein Gewinn von 0,40 US-Dollar je Aktie erzielt. Analysten gingen zuvor laut Refinitiv von einem Umsatz in Höhe von 1,88 Mrd. US-Dollar bei einem EPS von 0,24 US-Dollar aus. Darüber hinaus äußerte sich das Management des Goldminenbetreibers zur geplanten Übernahme des kanadischen Konkurrenten Goldcorp. Diese soll demnach im zweiten Quartal des laufenden Jahres über die Bühne gehen. Danach soll das Unternehmen Newmont Goldcorp heißen.


Quelle: Reuters

Im Laufe der kommenden Woche finden Sie dann an dieser Stelle Updates dazu, wie die Unternehmensergebnisse ausgefallen sind.

Kommentare (0)

Kommentar verfassen*

* Ihr Kommentar wird erst nach einer redaktionellen Prüfung veröffentlicht.