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Trading

Geht die Berichtssaison positiv weiter?

Trotz Brexit, weltweiter Konjunkturabkühlung und des Handelsstreits zwischen den USA und China verlief die Berichtssaison zum ersten Quartal 2019 bisher überraschend positiv. Vor allem in den USA, was dafür sorgte, dass sich der S&P 500® wieder im Bereich seines Allzeithochs bewegt.

In der kommenden Woche stehen weitere interessante Quartalsberichte an. Auch hierzulande. Es berichten unter anderem die Deutsche Börse, Alphabet (Montag); Pfizer, Apple (Dienstag); Hugo Boss, Volkswagen (Donnerstag) und Adidas (Freitag).


Deutsche Börse: Welche Rolle spielt die Volatilität an den Märkten?


Im vergangenen Jahr profitierte die Deutsche Börse von der gestiegenen Volatilität an den Aktienmärkten. In diesem Jahr haben sich die Märkte wieder beruhigt. Entsprechend gespannt dürften Anleger darauf sein, wie sich der Börsenbetreiber im ersten Quartal des Jahres 2019 in operativer Hinsicht geschlagen hat. Die Deutsche Börse wird ihre neuesten Geschäftsergebnisse am Montag veröffentlichen. Analysten rechneten zuletzt sowohl auf der Umsatzseite als auch bei den Ergebnissen mit Zuwächsen im Vorjahresvergleich. Die Umsatzerlöse wurden für das März-Quartal laut FactSet im Schnitt bei 725 Mio. Euro gesehen, nach 692 Mio. Euro im Vorjahr. Der Gewinn je Aktie soll von 1,45 auf 1,53 Euro zugelegt haben.

Update Deutsche Börse: Börsenbetreiber trotzt schwachem Aktienumfeld
Die Deutsche Börse konnte einen soliden Auftakt in das Geschäftsjahr 2019 verbuchen, obwohl der Börsenbetreiber anders als im Vorjahr nicht mehr so stark von einer hohen Marktvolatilität profitieren konnte. Die Nettoerlöse stiegen im März-Quartal im Vorjahresvergleich um 4 Prozent auf 721 Mio. Euro. Der bereinigte Konzern-Periodenüberschuss lag laut Unternehmensangaben mit 291,9 Mio. Euro 8 Prozent über dem des Vorjahres. Das Management zeigte sich mit der Performance zufrieden, vor allem, da die Deutsche Börse es geschafft hatte, in einem schwachen Aktienumfeld Erfolge zu feiern.


Quelle: Reuters

Alphabet stört der zunehmende Gegenwind nicht


Alphabet wehte zuletzt vor allem vonseiten der europäischen Regulierungsbehörden ein stärkerer Wind entgegen. Trotzdem schaffte es die Google-Muttergesellschaft dank weiterhin sprudelnder Werbeeinnahmen ein ums andere Mal starke Geschäftsergebnisse zu präsentieren. Am Montagabend steht die nächste Bilanzvorlage an. Analysten rechneten zuletzt laut Refinitiv für das März-Quartal 2019 mit Umsatzerlösen in Höhe von 37,33 Mrd. US-Dollar, was einem Anstieg von 19,9 Prozent im Vorjahresvergleich entsprechen würde. Im Gegensatz dazu soll der bereinigte Gewinn je Aktie von 13,33 US-Dollar im Vorjahr auf nun 10,58 US-Dollar zurückgegangen sein.

Update Alphabet: Gewinnrückgang und enttäuschendes Wachstum
Der jüngste Alphabet-Quartalsbericht stand vor allem im Zeichen einer vonseiten der EU-Kommission verhängten milliardenschweren Strafzahlung. Diese sorgte dafür, dass die Google-Muttergesellschaft im ersten Quartal 2019 mit einem Gewinnrückgang im Vorjahresvergleich um 29 Prozent auf 6,7 Mrd. US-Dollar leben musste. Bereinigt um die Strafzahlung und andere Einmaleffekte lag der Gewinn je Aktie bei 11,90 US-Dollar. Die Umsatzerlöse kletterten um knapp 17 Prozent auf 36,3 Mrd. US-Dollar, lagen jedoch unterhalb des Refinitiv-Konsenz von 37,34 Mrd. US-Dollar.


Quelle: Reuters, Kurs in USD


Apple legt den Grundstein für eine erfolgreiche Zukunft


Apple fiel zuletzt unter anderem mit der Präsentation eines eigenen Streamingdienstes auf. „Apple TV+“ soll vor allem dem Video-on-Demand-Anbieter Netflix Konkurrenz machen. Außerdem dürfte man auf Seiten des Konzerns mit Apfel im Logo froh sein, dass nun eine Lösung im Patentstreit mit dem Chipkonzern Qualcomm erzielt werden konnte. Die Vereinbarung beinhaltet sogar einen neuen Liefervertrag für Qualcomm-Chips, was vor allem im Hinblick auf die Entwicklung von 5G-Smartphones wichtig ist. Am kommenden Dienstagabend stehen jedoch erst einmal die neuesten Apple-Geschäftszahlen im Blickpunkt. Analysten gehen laut Refinitiv für das zweite Geschäftsquartal von Apple (Ende März) von einem Umsatzminus im Vorjahresvergleich um 6,1 Prozent auf 57,40 Mrd. US-Dollar aus, während der bereinigte Gewinn je Aktie von 2,73 US-Dollar auf 2,36 US-Dollar geschrumpft sein soll.

Update Apple: iPhone-Konzern trotz Umsatz- und Ergebnisrückgängen weiter optimistisch
Apple musste für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2018/19 (Ende März) Umsatz- und Ergebnisrückgänge im Vorjahresvergleich ausweisen. Allerdings konnte der Konzern mit dem Apfel im Logo die Markterwartungen übertreffen. Die Umsatzerlöse fielen um 5 Prozent auf 58,02 Mrd. US-Dollar, während der Nettogewinn um 16 Prozent auf 11,56 Mrd. US-Dollar schrumpfte. Der um Einmaleffekte bereinigte Gewinn je Aktie rutschte von 2,73 US-Dollar im Vorjahr auf nun 2,46 US-Dollar. Analysten hatten zuvor laut Refinitiv im Schnitt Umsatzerlöse von 57,37 Mrd. US-Dollar bei einem bereinigten EPS von 2,36 US-Dollar erwartet. Außerdem zeigte sich Apple in Bezug auf die Umsatzprognose für das laufende dritte Quartal 2018/19 (Ende April) optimistischer als der Markt. Das Management geht von Umsätzen in Höhe von 52,5 bis 54,5 Mrd. US-Dollar aus, während die Konsensschätzungen zuletzt bei 51,93 Mrd. US-Dollar lagen. Zudem kündigte Apple ein neues 75 Mrd. US-Dollar schweres Aktienrückkaufprogramm an.


Quelle: Reuters, Kurs in USD


Pfizer: Negative Wechselkurseffekte


Vor wenigen Tagen durften Anteilseigner der Hauptversammlung beim US-Pharmakonzern Pfizer beiwohnen. Am kommenden Dienstag wir der Konzern nun seine Geschäftsergebnisse für das erste Quartal 2019 vorstellen. Analysten gingen zuletzt laut Refinitiv für die Zeit zwischen Januar und März von Umsatzerlösen in Höhe von 13,00 Mrd. US-Dollar aus. Der bereinigte Gewinn je Aktie wurde bei 75 Cents gesehen, nach 77 Cents im Vorjahr. Das Unternehmen selbst hatte für das laufende Geschäftsjahr Umsatzerlöse zwischen 52 und 54 Mrd. US-Dollar vorhergesagt, nach 53,6 Mrd. US-Dollar in 2018. Dabei sollen sich laut Unternehmensprognose unter anderem Wechselkurseffekte negativ bemerkbar machen. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll laut Unternehmenseinschätzung von 3,00 auf 2,82 bis 2,92 US-Dollar zurückgehen. Analysten hatten zuletzt einen Wert von 2,89 US-Dollar in Aussicht gestellt.

Update Pfizer: US-Pharmakonzern traut sich etwas mehr zu
Pfizer konnte die Markterwartungen an den Gewinn im ersten Quartal 2019 schlagen und sich zudem für die Ergebnisaussichten im Geschäftsjahr 2019 optimistischer zeigen. Die Prognose für den bereinigten Gewinn je Aktie wurde leicht von 2,82 bis 2,92 US-Dollar auf 2,83 bis 2,93 US-Dollar angehoben. Zuletzt überzeugte der Pharmakonzern mit dem Verkauf des Krebsmedikaments Ibrance und Prevnar, einem Mittel gegen Lungenentzündung. Konzernweit wurden die Umsatzerlöse im März-Quartal gegenüber dem Vorjahr um 2 Prozent auf 13,1 Mrd. US-Dollar gesteigert. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 0,85 US-Dollar. Analysten hatten zuvor laut Refinitiv im Schnitt mit Umsatzerlösen in Höhe von 12,99 Mrd. US-Dollar bei einem EPS von 75 Cents gerechnet.


Quelle: Reuters, Kurs in USD


Hugo Boss hofft auf ein starkes Online-Geschäft

Hugo Boss profitierte jüngst von den eingeleiteten Umbaumaßnahmen, die nach einer schwierigen Phase für den Modekonzern notwendig geworden waren. Dem Unternehmen kam unter anderem der Ausbau des Online-Geschäfts zugute. Am Donnerstag werden Anleger erfahren, wie sich Hugo Boss im ersten Quartal 2019 geschlagen hat. Analysten gehen laut Refinitiv von einem Umsatzplus von 3,2 Prozent auf 671 Mio. Euro aus. Der Gewinn je Aktie soll von 0,72 auf 0,75 Euro leicht zugelegt haben.

Update Hugo Boss: Umbaumaßnahmen sorgen kurzfristig für Belastungen
Bei Hugo Boss haben Effizienzmaßnahmen, zeitliche Verschiebungen von Marketingaufwendungen und Währungseffekte das Ergebnis im ersten Quartal 2019 belastet. Der Modekonzern verzeichnete ein währungsbereinigtes Umsatzplus von 1 Prozent auf 664 Mio. Euro. Besonders stark fiel das Plus im Online-Geschäft aus. Dort lag der Zuwachs bei 26 Prozent. Das operative Ergebnis (EBIT) war um 22 Prozent auf 55 Mio. Euro rückläufig. Trotz des Ergebnisrückgangs im ersten Quartal bestätigte Hugo Boss seine Umsatz- und Ergebnisprognose für das Gesamtjahr 2019. Das Unternehmen rechnet weiterhin damit, den Konzernumsatz im Jahr 2019 auf währungsbereinigter Basis im mittleren einstelligen Prozentbereich zu steigern. Das EBIT soll ebenfalls einstellig steigen.


Quelle: Reuters


Volkswagen hat Investitionen im Blick


Autokonzerne wie der Branchenriese Volkswagen müssen weiterhin mit vielen Herausforderungen fertig werden. Neben der anhaltenden Diesel-Problematik stehen milliardenschwere Investitionen in Zukunftstechnologien wie das autonome Fahren oder die Elektromobilität an. Am kommenden Donnerstag steht bei den Wolfsburgern jedoch erst einmal die Bekanntgabe der Geschäftszahlen für das erste Quartal 2019 auf dem Programm. Analysten gingen zuletzt laut FactSet von einem leichten Umsatzanstieg im Vorjahresvergleich von 58,23 auf 59,54 Mrd. Euro aus. Im Gegensatz dazu rechneten Marktexperten mit einem Rückgang des Gewinns je Aktie um 24 Cents auf 6,16 Euro.

Update Volkswagen: Autobauer bestätigt Ziele trotz schwierigem Umfeld
Obwohl der Volkswagen-Konzern im ersten Quartal 2019 mit 2,6 Millionen Fahrzeugen rund 2,8 Prozent weniger Auslieferungen als im Vorjahr vorzuweisen hatte, konnten die Wolfsburger die Umsatzerlöse konzernweit um 3,1 Prozent auf 60,0 Mrd. Euro steigern. Das operative Ergebnis vor Sondereinflüssen stieg um 0,6 Mrd. Euro auf 4,8 Mrd. Euro. Dagegen fiel das Vorsteuerergebnis von 4,1 auf 4,5 Mrd. Euro. Für das Gesamtjahr rechnet VW weiterhin damit, trotz eines schwierigen Marktumfelds, die Zahl der Auslieferungen an Kunden leicht zu steigern. Die Umsatzerlöse sollen um bis zu 5 Prozent gesteigert werden. Für das operative Ergebnis vor Sondereinflüssen des Konzerns und des Bereichs Pkw wird im Jahr 2019 mit einer operativen Umsatzrendite zwischen 6,5 und 7,5 Prozent gerechnet.


Quelle: Reuters


Adidas will für den nächsten Paukenschlag sorgen


Adidas fiel zuletzt vor allem durch Schlagzeilen in Bezug auf einen milliardenschweren Ausrüstervertrag mit dem spanischen Spitzen-Fußballverein Real Madrid auf. Die Sporttageszeitung „Marca“ hatte von einem ab 1. Juli 2031 zwölf Jahre laufenden und insgesamt etwa 1,6 Mrd. Euro schweren Deal gesprochen. Am kommenden Freitag stehen im Fall von adidas jedoch erst einmal die Geschäftszahlen für das erste Quartal 2019 im Fokus. Analysten gingen zuletzt laut FactSet im Schnitt von Umsatzerlösen in Höhe von 5,78 Mrd. Euro aus, was gegenüber dem Vorjahr einem Plus von rund 4 Prozent entsprechen würde. Der Gewinn je Aktie soll von 2,65 Euro im Vorjahr auf nun 2,85 Euro angestiegen sein.

Update adidas: Sportartikelhersteller setzt auf eine noch bessere zweite Jahreshälfte
adidas konnte seine Umsatzerlöse im ersten Quartal 2019 im Vorjahresvergleich um 6 Prozent auf 5,88 Mrd. Euro steigern. Währungsbereinigt lag das Plus bei 4 Prozent. Der Gewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen stieg um 16 Prozent auf 631 Mio. Euro. Für Europas größten Sportartikelhersteller liefen die Geschäfte in China besonders gut. Außerdem verzeichnete der DAX-Konzern deutliche Zuwächse im E-Commerce-Geschäft. Die Jahresziele wurden bestätigt. So sollen die Umsatzerlöse im laufenden Geschäftsjahr währungsbereinigt um 5 bis 8 Prozent zulegen. Laut Unternehmenseinschätzung soll sich das Umsatzwachstum in der zweiten Jahreshälfte beschleunigen. Die operative Marge soll von 10,8 Prozent im Vorjahr auf 11,3 bis 11,5 Prozent verbessert werden. Im ersten Quartal lag diese sogar bei 14,9 Prozent. Der Gewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen dürfte laut Prognose um 10 bis 14 Prozent auf 1,88 bis 1,95 Mrd. Euro zulegen.


Quelle: Reuters

Im Laufe der kommenden Woche finden Sie dann an dieser Stelle Updates dazu, wie die Unternehmensergebnisse ausgefallen sind.
 

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