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Frankfurt – 30 Jahre Derivate für Private

Derivate wie Optionsscheine sind keine Erfindung der Neuzeit. Ihr Einsatz reicht Tausende von Jahren zurück. Gehen Sie mit uns auf Zeitreise und erkunden Sie in einer mehrteiligen Serie die spannende Geschichte der Derivate. Heute: Wie in Deutschland vor 30 Jahren mit dem ersten modernen Optionsschein ein neues Anlageuniversum entstand.

Mit ihrer rund 4.000 Jahre alten Geschichte blicken Derivate auf eine lange Tradition zurück. Von den Anfängen im alten Mesopotamien und antiken Griechenland, über die goldene Zeit des Kaufmanntums in Italien und den Niederlanden bis hin zur Enstehung erster moderner Terminbörsen in Japan und den USA – von Epoche zu Epoche trugen Innovationen zur Weiterentwicklung von Derivaten und deren Handel bei.

1989 – Startschuss für ein neues Instrument


Die jüngste Revolution fand vor rund 30 Jahren in der deutschen Finanzmetropole Frankfurt statt. Denn dort wurden im Jahr 1989 erstmals von Banken emittierte Optionsscheine auf den Markt gebracht. Diese, auch „Covered Warrants“ genannten Optionsscheine waren, anders als früher, nicht mehr Teil einer Optionsanleihe, sondern wurden als eigenständige Anlageinstrumente für Privatanleger ausgegeben. Zu den Optionsschein-Pionieren von damals gehörte Citi. Sie gab den Startschuss für diesen neuen Markt mit der ersten Emission eines Optionsscheins in Deutschland – und zwar auf den DM/USD-Wechselkurs (Deutsche Mark/US-Dollar). Nachdem der Grundstein gelegt war, nahm in der Folgezeit das Angebot an derivativen Finanzprodukten immer stärker zu. Und dies nicht nur in Deutschland. So war es unter anderem auch die Citi, welche den Optionsschein in viele ändere Länder weltweit exportiert hat.


Nie gekannte Möglichkeiten für Privatanleger


Ohne den Innovationssprung vor 30 Jahren wäre das Anlageuniversum für den Privatanleger heute ein völlig anderes. Er hätte nicht die Möglichkeit, überproportional an der Wertentwicklung einer Aktie oder eines anderen Basiswertes teilzunehmen. Auch könnte er nicht von fallenden Kursen profitieren oder sein Depot gegen Kursverluste absichern. Ihm blieben intelligente Anlagestrategien wie die Erzielung von Seitwärtsrenditen verwehrt. Und er könnte sein Portfolio auch nicht mit ansonsten nur schwer zugänglichen Anlageklassen wie Rohstoffen diversifizieren. Die Möglichkeiten sind riesig und die Auswahl enorm. Heute werden allein in Deutschland mehr als 1,7 Millionen derivative Anlage- und Hebelprodukte für Privatanleger gehandelt.


Den Anleger „begleiten“


Allerdings erwächst aus dieser Vielfalt auch Verantwortung. Derivate, beziehungsweise strukturierte Finanzprodukte, sind mitunter komplex. Emittenten sollten sich daher nicht mit der Rolle des Anbieters zufriedengeben, sondern auch als Aufklärer tätig sein. Nur wenn sich der Privatanleger über die Chancen und Risiken dieser Anlagen bewusst ist, kann er deren Vorzüge gezielt nutzen. Was die Wissensvermittlung betrifft, nimmt Citi auch hier eine Vorreiterrolle ein. So startete das Institut im Jahr 1992 als erster Emittent einen Videotext-Service für Citi-Optionsscheine. Damit konnten Privatanleger aktuelle Preisinformationen und zeitnahe Kenndaten über das Fernsehgerät abrufen (das Internet war damals quasi noch nicht vorhanden). Eine Neuheit stellte auch der 1994 erstmals erschienene „Citi-Optionsplaner“ dar. Ein spezielles Kundenmagazin, das über aktuelle Emissionen informierte, welches es in der Branche bis dahin nicht gab. Heute erfolgt der Wissenstransfer in zunehmendem Maße über digitale Medien und Live-Events. So initiierte die Citi vor einigen Jahren das TRADERS´ Camp – eine Ausbildungsplattform, welche Anfänger ausbildet und Praxiswissen vermittelt.

Auch auf dem Blog der Citi wird regelmäßig Wissen und Markteinschätzungen weitergegeben: unter blog.cititfirst.com.

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