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Trading

Es geht weiterhin turbulent zu

Eine spannende Berichtssaison geht zu Ende. Zum Schluss erwarten uns noch die Berichte von einigen Nachzüglern. Natürlich sind auch wieder Unternehmen dabei, die nicht nach dem Kalenderjahr bilanzieren. Allerdings bleibt die Frage, ob sich Anleger überhaupt auf Quartalsergebnisse konzentrieren können, wenn es gleichzeitig in der US-Politik gerade drunter und drüber geht und die Märkte dadurch ebenfalls durcheinandergewirbelt werden.

In der kommenden Woche berichten unter anderem Julius Bär (Montag); AutoZone und Intuit (Dienstag); HP Inc. (Mittwoch).


Julius Bär: Viele Veränderungen


Bei Julius Bär setzt man auf zukünftige Technologien. Zu diesem Zweck hat das Institut die Zusammenarbeit mit der FIA Formel E bis zum Ende der Saison 2020/21 verlängert. Während auf dieser Weise Elektroantriebe gefördert werden, ist die Schweizer Privatbank auch sonst nicht untätig. In den vergangenen Wochen wurden einige Veränderungen an der Konzernspitze bekannt. So soll Thomas R. Meier Ende Oktober 2017 seine Stelle in der Geschäftsführung räumen. Zudem soll Luca Venturini ab 1. November die Italien-Aktivitäten leiten. Meier war wiederum lange Zeit für die Wachstumsmärkte, insbesondere Asien, verantwortlich. In dieser Woche will das Unternehmen das Interim Management Statement über die ersten vier Monate veröffentlichen und Klarheit über die Geschäfte der Schweizer Bankiers schaffen.

Update Julius Bär: Noch effizienter
Die positive Entwicklung an den weltweiten Aktienmärkten sorgte dafür, dass Julius Bär Ende April 2017 ein Vermögen in Höhe von 356 Mrd. CHF verwaltete. Ein neuer Rekord. Darüber hinaus verkündeten die Schweizer eine Verbesserung der Bruttomarge gegenüber dem zweiten Halbjahr 2016 um 2 Basispunkte auf knapp 90 Basispunkte. Auch interessant: Das Finanzhaus setzte die eigenen Mittel zuletzt effizienter ein. Dies führte insgesamt zu einem Rückgang der Cost/Income Ratio auf 71 Prozent, nach 73 Prozent im zweiten Halbjahr 2016. Mittelfristig will Julius Bär sogar einen Wert zwischen 64 und 68 Prozent erreichen. Der detaillierte Finanzabschluss der Julius Bär Gruppe für das erste Halbjahr 2017 wird am 24. Juli 2017 veröffentlicht.


Quelle: Reuters, Kurs in CHF


AutoZone: Alles für das Auto


Bei AutoZone dreht sich alles um Ersatzteile für das Auto oder verschiedene Accessoires. Das Unternehmen betreibt mehr als 5.000 Geschäfte in den USA, Puerto Rico, Mexiko und Brasilien. In dieser Woche wird der Konzern seine neuesten Geschäftszahlen vorlegen. Für das dritte Quartal des Fiskaljahres 2016/17 gehen Analysten laut Reuters-Konsens derzeit von einem Anstieg des bereinigten Gewinns je Aktie von 10,77 auf 12,01 US-Dollar aus. Die Umsatzerlöse werden wiederum bei 2,71 Mrd. US-Dollar gesehen. Dies wäre ein Plus von 4,5 Prozent.

Update AutoZone: Überraschend schwacher Frühling
Der US-Spezialist für Autoersatzteile AutoZone konnte Anleger mit den Zahlen für das dritte Quartal des Fiskaljahres 2016/17 nicht überzeugen. In dem am 6. Mai beendeten Dreimonatszeitraum lagen die Umsatzerlöse bei 2,62 Mrd. US-Dollar, nach 2,59 Mrd. US-Dollar im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg von 10,77 auf 11,44 US-Dollar. Allerdings hatten Analysten laut Reuters-Konsens mit einem Anstieg auf 12,01 US-Dollar gerechnet. Die Umsatzerwartungen wurden ebenfalls verfehlt. Diese lagen bei 2,71 Mrd. US-Dollar. Dabei hatte das Unternehmen mit rückläufigen vergleichbaren Umsätzen auf dem heimischen US-Markt zu kämpfen. Diese seien um 0,8 Prozent rückläufig gewesen. Das Frühlingsgeschäft lag laut Managementangaben unter den eigenen Erwartungen.


Quelle: Reuters, Kurs in USD


Intuit: Hilfe bei der Steuererklärung


Am Dienstagabend, nach US-Börsenschluss, wird der Spezialist für Finanzsoftware Intuit seine neuesten Geschäftszahlen bekannt geben. Das dritte Quartal des Fiskaljahres 2016/17 endete am 30. April. Analysten gehen derzeit laut Reuters-Konsens von einem Umsatzplus im Vorjahresvergleich um 8,5 Prozent auf 2,50 Mrd. US-Dollar aus. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll wiederum von 3,43 US-Dollar im Vorjahreszeitraum auf 3,87 US-Dollar ansteigen. Das Unternehmen selbst hatte zuletzt einen Umsatzanstieg um 9 bis 11 Prozent auf 2,50 bis 2,55 Mrd. US-Dollar sowie ein bereinigtes EPS zwischen 3,85 und 3,90 US-Dollar in Aussicht gestellt.

Update Intuit: Geschäft mit Steuersoftware floriert
Intuit, ein Spezialist für Finanzsoftware, hat überzeugende Ergebnisse für das dritte Quartal des Fiskaljahres 2016/17 (Ende April) abgeliefert. Die Umsatzerlöse kletterten um 10 Prozent auf 2,54 Mrd. US-Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie wurde mit 3,90 US-Dollar ausgewiesen, nach 3,43 US-Dollar im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Markterwartungen wurden geschlagen. Dank des starken Jahresauftakts wurde zudem die Umsatzprognose für das Gesamtjahr angehoben. Die Erlöse sollen um 9 bis 10 Prozent zulegen. Zuvor hatte das US-Unternehmen ein Plus von 7 bis 9 Prozent für das Gesamtjahr in Aussicht gestellt. Die Umsätze wurden zuletzt vor allem vom Erfolg des Buchhaltungsprogramms QuickBooks und der hohen Nachfrage bei kleinen Betrieben befeuert.


Quelle: Reuters, Kurs in USD


HP Inc. muss es auf eigene Faust richten


Nach der großen Aufspaltung von Hewlett-Packard Co. (HP) wollen Investoren unter anderem sehen, wie sich zuletzt HP Inc. geschlagen hat. Dabei beschäftigt sich HP Inc. entsprechend der Tradition des Konzerns weiterhin mit Hardware wie Computern oder Druckern. Für das abgelaufene zweite Geschäftsquartal 2016/17 liegen die durchschnittlichen Analystenschätzungen (Reuters-Konsens) auf der Umsatzseite bei 11,88 Mrd. US-Dollar. Dies wäre ein Plus von 2,5 Prozent. Im Gegensatz dazu soll das bereinigte EPS um 2 Cents auf 39 Cents sinken.

Update HP: Durchbruch erzielt
Hewlett-Packard Co. (HP) hat den Durchbruch geschafft – so interpretierte Konzernchef Dion Weisler kurz und knapp die jüngsten Quartalszahlen. Anleger zeigten sich ebenfalls erfreut, denn sowohl das PC- als auch das Druckergeschäft wuchsen erstmals seit 2010 wieder. Der Umsatz im abgelaufenen zweiten Geschäftsquartal 2016/17 lag bei 12,39 Mrd. US-Dollar und damit 7 Prozent über dem Vorjahreswert. Die Erwartungen laut Reuters-Konsens hatten bei lediglich 11,94 Mrd. US-Dollar gelegen. Operativ konnte HP ebenfalls überzeugen. Das bereinigte EPS betrug 40 Cents je Aktie und 1 Cent über den Erwartungen laut Reuters-Konsens. Angesichts der positiven Entwicklung im ersten Halbjahr stellt HP nun für das Gesamtjahr ein bereinigte EPS von 1,59 bis 1,66 US-Dollar (zuvor: 1,55 bis 1,65 US-Dollar) in Aussicht, während bei Analysten laut Reuters-Konsens lediglich mit 1,62 US-Dollar gerechnet wird.



Quelle: Reuters, Kurs in USD


Im Laufe der Woche finden Sie dann an dieser Stelle Updates dazu, wie die einzelnen Unternehmensergebnisse ausgefallen sind.

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