2015_Highlight_Monatsrueckblick_Header

Trading

Die positive Wirkung der Quartalsbilanzen

Die Hoffnungen auf eine Lösung im Handelsstreit zwischen China und den USA haben die Aktienkurse weltweit zuletzt ansteigen lassen. Positiv ausgefallene Quartalsbilanzen könnten die Notierungen zusätzlich beflügeln. In der kommenden Woche berichten unter anderem AutoZone, Home Depot, BASF (Dienstag); Bayer (Mittwoch); 3D Systems, Dürr und Zalando (Donnerstag).



AutoZone: Starker Auftakt


AutoZone, der führende US-Einzelhändler für Autoersatz- und Zubehörteile, konnte zuletzt seine Gewinne vor allem dank niedrigerer Steuern und des Verkaufs einiger Beteiligungen ankurbeln. Zudem wurden gleich mehrere neue Filialen eröffnet. Der Start in das neue Geschäftsjahr war ein Erfolg. Am Dienstag wird das in Memphis im US-Bundesstaat Tennessee beheimatete Unternehmen seine Ergebnisse für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2018/19 (Ende 9. Februar 2019) vorlegen. Analysten gehen laut Refinitiv im Schnitt von einem Umsatzanstieg im Vorjahresvergleich um 1,6 Prozent auf 2,45 Mrd. US-Dollar aus. Der bereinigte Gewinn je Aktie wird auf Analystenseite bei 9,99 US-Dollar gesehen, nach 8,47 US-Dollar im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Update AutoZone: Steuerreform sorgt für starke Zahlen
AutoZone fuhr im abgelaufenen Quartal Umsatzerlöse in Höhe von 2,45 Mrd. US-Dollar ein. Damit wurde der Vorjahreswert um knapp 2 Prozent gesteigert. Der Nettogewinn kletterte von 289,5 Mio. US-Dollar auf nun 294,6 Mio. US-Dollar. Das bereinigte EPS lag bei 11,49 US-Dollar. Analysten hatten laut FactSet kurz vor Bekanntgabe der Zahlen mit einem Gewinn je Aktie von 9,99 US-Dollar bei Umsatzerlösen von 2,45 Mrd. US-Dollar gerechnet. Das Unternehmen profitierte von einem Anstieg der vergleichbaren Umsätze in den USA um 2,6 Prozent. Damit wuchs AutoZone stärker als erwartet. Zudem kam dem Unternehmen erneut die jüngste US-Steuerreform zugute.


Quelle: Reuters, Kurs in USD



Home Depot: US-Konsumenten weiter in Kauflaune


Home Depot profitierte zuletzt immer wieder von der Kauflust der amerikanischen Konsumenten, der Erholung am US-Häusermarkt und der starken wirtschaftlichen Entwicklung des Landes. Kein Wunder. Schließlich ist die weltgrößte Baumarktkette neben einigen Niederlassungen im Ausland mit fast 2.300 Filialen in allen 50 Staaten der USA vertreten. Am Dienstag wird Home Depot seine Ergebnisse für das vierte Quartal 2018/19 (Ende Januar) veröffentlichen. Analysten gingen zuletzt laut Refinitiv im Schnitt von Umsatzerlösen in Höhe von 26,57 Mrd. US-Dollar aus, was einem Anstieg von 11,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entsprechen würde. Das bereinigte EPS soll laut Analysteneinschätzung von 1,69 US-Dollar im Vorjahr auf nun 2,16 US-Dollar angestiegen sein.

Update Home Depot: Ausblick fällt enttäuschend aus
Home Depot steigerte seine Umsatzerlöse für das vierte Quartal 2018/19 (Ende Januar) um 10,9 Prozent auf 26,5 Mrd. US-Dollar. Ein Grund für den Anstieg war eine zusätzliche Arbeitswoche im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die vergleichbaren US-Umsätze kletterten dabei um 3,7 Prozent. Der Nettogewinn stieg von 1,8 Mrd. US-Dollar im Vorjahr auf nun 2,3 Mrd. US-Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 2,09 US-Dollar. Analysten gingen zuletzt laut Refinitiv im Schnitt von Umsatzerlösen in Höhe von 26,57 Mrd. US-Dollar bei einem EPS von 2,16 US-Dollar aus. Enttäuschend fiel auch der Ausblick aus. Ein Grund dafür ist der sich abkühlende US-Häusermarkt. Das Unternehmen rechnet für das laufende Geschäftsjahr 2019/20 mit einem Umsatzplus von 3,3 Prozent, während der bereinigte Gewinn je Aktie bei 10,03 US-Dollar gesehen wird. Analysten gingen zuletzt laut Refinitiv jedoch von einem Umsatzplus von 3,4 Prozent und einem EPS von 10,26 US-Dollar aus.


Quelle: Reuters, Kurs in USD



BASF: Schwieriges Marktumfeld


BASF hatte zuletzt mit einigen Herausforderungen zu kämpfen. Neben der erwarteten Konjunkturabkühlung und dem globalen Handelsstreit machten dem Chemiekonzern einige Sondereffekte wie die lange Zeit vorherrschende Trockenheit in Deutschland und ein damit zusammenhängender niedriger Rheinpegel zu schaffen. Die Folge war eine Senkung der Ziele für das Geschäftsjahr 2018. Statt eines leichten Rückgangs beim EBIT vor Sondereinflüssen von bis zu 10 Prozent wurde ein deutlicher Rückgang von 15 bis 20 Prozent in Aussicht gestellt. Seine jüngsten Geschäftszahlen will BASF am Dienstag im Rahmen der 2018er-Bilanzpressekonferenz vorstellen. Analysten gingen zuletzt laut FactSet für das Schlussquartal von einem Umsatzrückgang von 16,1 Mrd. Euro im Vorjahr auf 15,1 Mrd. Euro aus. Der Gewinn je Aktie sollte einen Rückgang von 1,29 auf 0,97 Euro erlebt haben.

Update BASF: Dividendenanstieg trotz Marktunsicherheiten
BASF verzeichnete im Geschäftsjahr 2018 einen leichten Umsatzanstieg von 2 Prozent. Allerdings fiel das EBIT vor Sondereinflüssen um 17 Prozent auf 6,4 Mrd. Euro. Der Nettogewinn fiel sogar um 23 Prozent auf 4,7 Mrd. Euro. Dem Chemiekonzern machte in der zweiten Jahreshälfte eine schwächere Nachfrage aus der Automobilindustrie zu schaffen. Insbesondere chinesische Kunden hielten sich mit Bestellungen zurück. Der Handelskonflikt zwischen den USA und China trug laut BASF-Angaben hierzu bei. Trotzdem soll die Dividende von 3,10 Euro je Aktie in 2017 auf nun 3,20 Euro steigen. Für 2019 rechnen die Ludwigshafener mit einem leichten Umsatzwachstum und einem leichten Anstieg des EBIT vor Sondereinflüssen.


Quelle: Reuters



Bayer besteht nicht nur aus Monsanto


Rund um Bayer wurde die Nachrichtenlage lange Zeit von den juristischen Problemen für Monsanto bestimmt. Allerdings konnten die Leverkusener mit den auf dem Anfang Dezember in London abgehaltenen Kapitalmarkttag angekündigten Portfolio- sowie Effizienz- und Strukturmaßnahmen einiges an Anlegervertrauen zurückgewinnen. Positiv ausgefallene Geschäftsergebnisse könnten für noch mehr Vertrauen sorgen. Am Mittwoch wird Bayer seine Bilanz-Pressekonferenz zum Geschäftsjahr 2018 abhalten. Analysten gehen laut FactSet für das Schlussquartal des Jahres von einem Umsatzplus von 23 Prozent auf 10,6 Mrd. Euro aus. Der Gewinn je Aktie soll jedoch aus Analystensicht von 1,39 Euro im Vorjahr auf 0,95 Euro zurückgegangen sein.

Update Bayer: Mittelfristige Ziele bestätigt
Bayer konnte seine Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2018 währungs- und portfoliobereinigt um 4,5 Prozent auf 39,6 Mrd. Euro steigern. Das EBITDA vor Sondereinflüssen stieg um 2,8 Prozent auf 9,5 Mrd. Euro. Das Konzernergebnis verringerte sich um 76,9 Prozent auf 1,7 Mrd. Euro. Im vierten Quartal stand sogar ein Verlust in Höhe von 3,9 Mrd. Euro zu Buche. Schuld waren vor allem Abschreibungen auf Marken im Geschäft mit rezeptfreien Medikamenten. Zudem bestätigte Bayer die Prognosezahlen vom Capital Markets Day am 5. Dezember 2018 sowohl für das Geschäftsjahr 2019 als auch für die mittelfristigen Ziele für das Jahr 2022. Für 2019 sieht das Management Umsatzerlöse in Höhe von 46 Mrd. Euro. Dies entspricht einer währungs- und portfoliobereinigten Steigerung um etwa 4 Prozent.


Quelle: Reuters



3D Systems auf Erholungskurs


Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2018 wies 3D Systems einen leichten Verlust aus, allerdings verwies das Management bereits auf erste Erfolge der jüngsten Kostensenkungsmaßnahmen. Am Donnerstagabend werden Anleger erfahren, ob es im Schlussquartal des Geschäftsjahres 2018 (Ende Dezember) weitere Fortschritte gab. Analysten gingen zuletzt laut Refinitiv von einem leichten Umsatzanstieg im Vorjahresvergleich von 2,0 Prozent auf 180,8 Mio. US-Dollar aus. Der bereinigte Gewinn je Aktie sollte aus Analystensicht um 2 Cents auf 7 Cents zugelegt haben.

Update 3D Systems: Druckergeschäft macht Fortschritte
3D Systems erlöste im Schlussquartal 2018 180,7 Mio. US-Dollar. Ein Anstieg von rund 2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der um Einmaleffekte bereinigte Gewinn je Aktie wurde von Managementseite mit 10 Cents angegeben. Analysten gingen zuletzt laut Refinitiv von Umsätzen in Höhe von 180,8 Mio. US-Dollar bei einem EPS von 7 Cents aus. Die Geschäftsführung zeigte sich vor allem mit dem starken Wachstum im Geschäft mit Druckern zufrieden. Zudem sei das Unternehmen mit den jüngsten Umbau- und Sparmaßnahmen vorangekommen. Allerdings machten 3D Systems die Entwicklungs- und Marketingkosten neuer Produkte zu schaffen. Nach den jüngsten Produkteinführungen sollten diese in naher Zukunft jedoch weniger stark ins Gewicht fallen.


Quelle: Reuters, Kurs in USD



Dürr schaut ganz besonders auf die Automobilindustrie


Als Automobilzulieferer hat man es derzeit nicht einfach. Die Branche hat aktuell mit einigen Herausforderungen zu kämpfen. Neben dem Dieselskandal gehört der globale Handelsstreit genauso dazu wie die Turbulenzen rund um die Einführung des neuen Abgastestverfahrens WLTP. Das schwäbische Unternehmen Dürr erzielt als Maschinen- und Anlagenbauer mit dem Fokus auf Lackieranlagen wiederum etwa 55 Prozent seiner Umsätze mit der Automobilindustrie. Wie diese Geschäfte im vierten Quartal und Gesamtjahr 2018 ausgefallen sind, erfahren Anleger am Donnerstag. Analysten gehen für die Zeit zwischen Oktober und Dezember 2018 laut FactSet im Schnitt von Umsatzerlösen in Höhe von 1,07 Mrd. Euro aus, nach 1,04 Mrd. Euro im Vorjahr. Der Gewinn je Aktie soll von 0,71 auf 0,84 Euro angestiegen sein.

Update Dürr: Neue Rekorde trotz konjunktureller Unsicherheiten
Dürr konnte das Geschäftsjahr 2018 trotz konjunktureller Unsicherheiten mit neuen Rekorden bei Auftragseingang und Umsatz abschließen. Für die positive Entwicklung hatte vor allem ein starker Schlussspurt gesorgt. Der Auftragseingang legte um 3,4 Prozent auf 3,9 Mrd. Euro zu. Die Erlöse kletterten um 4,2 Prozent auf ebenfalls rund 3,9 Mrd. Euro. Währungsbereinigt lagen die Zuwächse sogar etwas höher. Die operative EBIT-Marge fiel dagegen von 7,6 Prozent im Vorjahr auf nun 7,1 Prozent, lag damit jedoch im oberen Bereich der im Oktober angepassten Zielbandbreite (6,8 bis 7,2 Prozent). Für 2019 rechnet das Dürr-Management mit einem Umsatzanstieg auf 3,9 bis 4,1 Mrd. Euro. Damit könnte erstmals die Marke von 4 Mrd. Euro geknackt werden. Die EBIT-Marge soll auf 6,5 bis 7,0 Prozent steigen, nach 6,0 Prozent in 2018. Die um Sondereffekte bereinigte operative EBIT-Marge soll 2019 7,0 bis 7,5 Prozent erreichen.


Quelle: Reuters



Zalando: Rosige Zukunft?


Nach einem finanziell herausfordernden dritten Quartal hatte der Online-Modehändler Zalando für das vierte Quartal 2018 wieder ein stärkeres Umsatzwachstum in Aussicht gestellt. Dieses sollte zwischen 20 bis 25 Prozent liegen. Die entsprechenden Zahlen wird das Unternehmen am Donnerstag vorstellen. Analysten gehen laut FactSet von einem Plus von knapp 24 Prozent auf 1,65 Mrd. Euro aus. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll um 1 Cent auf 0,26 Euro angestiegen sein. In Zukunft rechnet Zalando ohnehin mit guten Wachstumsaussichten. Schließlich rechnet die Modebranche laut einer BCG- und Zalando-Studie im Jahr 2020 mit einem E-Commerce-Anteil am gesamten Handelsvolumen von über 25 Prozent.

Update Zalando: Schlussspurt begeistert Anleger
Zalando konnte mit seinen Zahlen für das Schlussquartal und das Gesamtjahr 2018 für Begeisterung am Aktienmarkt sorgen. Der MDAX®-Wert schoss nach Bekanntgabe der Ergebnisse in die Höhe. Im vierten Quartal kletterten die Umsätze gegenüber dem Vorjahr um 24,6 Prozent auf 1,7 Mrd. Euro. Das bereinigte EBIT lag bei 117,8 Mio. Euro, nach 112,6 Mio. Euro im Vorjahr. Im Geschäftsjahr 2018 erreichte Zalando ein Umsatzwachstum von 20 Prozent auf 5,4 Mrd. Euro und ein bereinigtes EBIT von 173,4 Mio. Euro. Erneut freute sich der Online-Modekonzern über mehr Kunden und eine höhere Zahl an Bestellungen. Für 2019 rechnet Zalando mit einem bereinigten EBIT in Höhe von 175 bis 225 Mio. Euro. Zudem soll das Bruttowarenvolumen (Gross Merchandise Volume, GMV) um 20 bis 25 Prozent zulegen.




Quelle: Reuters

Im Laufe der kommenden Woche finden Sie dann an dieser Stelle Updates dazu, wie die Unternehmensergebnisse ausgefallen sind.

Folgende Unternehmen werden u.a. in der kommenden Woche ebenfalls Quartalsberichte veröffentlichen:

Montag

Covestro

Dienstag

Aixtron, Peugeot

Mittwoch

Aareal Bank, Beiersdorf, Booking Holdings, Square

Donnerstag

AutoDesk, Deutsche Pfandbriefbank, JD.com

Freitag

Rheinmetall

Kommentare (0)

Kommentar verfassen*

* Ihr Kommentar wird erst nach einer redaktionellen Prüfung veröffentlicht.