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Trading

Die Märkte legten im ersten Quartal in hohem Tempo zu

Bevor in wenigen Wochen bereits die neue US-Berichtssaison (dieses Mal für das erste Quartal 2017) beginnt, gilt es noch einmal auf die Performance der Unternehmen im Schlussquartal 2016 zurückzublicken. Diese kann sich mehr als nur sehen lassen.

Der neue US-Präsident Donald Trump hat US-Konzernen weniger Regulierungen, niedrigere Steuern und hohe Infrastrukturausgaben in Aussicht gestellt. Darüber haben sich zuletzt insbesondere die Börsianer in den USA gefreut. Nicht umsonst legte der Dow Jones Industrial Average® ein Rekordtempo auf dem Weg zunächst zur 20.000-Punkte-Marke und wenig später zur 21.000-Marke vor.



Eine neue Serie


Auch der wesentlich breiter gefasste S&P 500® schoss auf neue Rekordstände. Kein Wunder. Schließlich konnten sich die Marktteilnehmer nicht nur über die Trump-Rally freuen, sondern auch über erfreuliche Quartalsberichte. Mittlerweile haben 99 Prozent der Unternehmen aus dem S&P 500® ihre Zahlen für das vierte Quartal 2016 vorgelegt. Im Schnitt lag das Wachstum beim bereinigten Gewinn je Aktie gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum laut FactSet bei 4,9 Prozent.


Quelle: Reuters

Damit wuchsen die Gewinne das zweite Quartal in Serie. Analysten hatten Ende Dezember lediglich mit einem Plus im Vorjahresvergleich um 3,1 Prozent gerechnet. Dabei konnte insbesondere der Immobiliensektor mit positiven Überraschungen aufwarten.



Lohnt sich der Einstieg noch?


Für das erste Quartal 2017 werden ebenfalls höhere Gewinne in Aussicht gestellt. Damit sollten die kommenden Quartalsberichte weiterhin für Kurspotenzial sorgen. Es bleibt jedoch die Frage, inwieweit Anleger bei US-Aktien zugreifen sollten. Donald Trump hatte mit seinen Wahlkampfversprechen hohe Erwartungen an der Wall Street geweckt. Gerade deshalb ist jedoch auch ein Rückschlagrisiko gegeben. Sollte er angesichts eines möglichen Widerstands der Demokratischen Partei oder sogar von Republikanern aus dem Kongress seine Vorhaben nicht wie gewünscht umsetzen können, dürfte dies an der Börse für Enttäuschung sorgen.

Darüber hinaus sind US-Aktien nach der jüngsten Rally alles andere als günstig bewertet. Laut FactSet liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) im S&P 500® derzeit bei 17,7. Der Fünfjahresdurchschnitt beträgt jedoch nur 15,0, während der Wert auf Sicht von zehn Jahren gerade einmal bei 13,9 liegt.



E.ON und RWE mit Rekordverlusten


Während die US-Konzerne mit ihren jüngsten Quartalsergebnissen überzeugen konnten, zeigte sich auf dieser Seite des Atlantiks ein gemischtes Bild. Besonders überzeugend fielen im DAX® unter anderem die Quartalsberichte von Siemens und adidas aus. Der Industrieriese und Europas größter Sportartikelhersteller lieferten nicht nur starke Zahlen ab, sie erhöhten auch ihre Prognosen für das laufenden Geschäftsjahr 2017.

Richtig gut lief es auch bei der Lufthansa, obwohl die Kranich-Airline mit ihren Tarifkonflikten, dem Konzernumbau oder Problemen für die Reisebranche infolge einiger Terrorakte zu kämpfen hatte. Die Airline konnte jedoch nicht nur starke Zahlen für 2016 präsentieren, sondern endlich auch eine Lösung im jahrelangen Tarifstreit mit den Piloten verkünden.


Quelle: Reuters

Die großen deutschen Energieversorger E.ON und RWE fielen wiederum mit milliardenschweren Rekordverlusten auf. Allerdings hofft man sowohl in den Unternehmenszentralen als auch auf Anlegerseite, dass damit nun das Schlimmste überstanden ist und die Konzerne nach hohen Abschreibungen auf unrentable Kraftwerke und den Abspaltungen von innogy und Uniper nun befreit in die Zukunft blicken können.

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