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Die Börsen bleiben weiter im Bann der Unternehmenszahlen

So langsam neigt sich die Berichtssaison zum vierten Quartal 2016 ihrem Ende entgegen. Aus den USA erreichen uns nur noch einige Nachzügler. Unternehmen, die nicht innerhalb des Kalenderjahres berichten sind natürlich auch dabei. Auf dieser Seite des Atlantiks sind aufgrund des späteren Beginns der Berichtsaison wiederum einige weitere Highlights zu erwarten.

In der kommenden Woche berichten unter anderem Aurubis (Montag); Credit Suisse (Dienstag); Deutsche Börse, Cisco Systems, Goldcorp (Mittwoch); Fuchs Petrolub (Donnerstag) und Allianz (Freitag).



Aurubis: Besserung in Sicht?


Als einer der größten Kupferproduzenten und die weltweite Nummer eins im Bereich Kupferrecycling litt Aurubis im Ende September zu Ende gegangenen Geschäftsjahr 2015/16 unter dem Preisdruck auf den für das MDAX®-Unternehmen relevanten Märkten. Sowohl Umsatz als auch die Ergebnisse waren deutlich zurückgegangen. Auch für das laufende Geschäftsjahr 2016/17 hat das Management eine durch Unsicherheiten in der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und auf den für Aurubis relevanten Märkten geprägte Phase in Aussicht gestellt. Noch ein Grund, warum Investoren am Montag, den 13. Februar 2017 bei der Vorlage der Zahlen für das erste Quartal 2016/17, ganz genau hinschauen werden, wie der Jahresauftakt ausgefallen ist.

Update Aurubis: Jahresziele bestätigt
Trotz eines deutlichen Gewinnrückgangs reagierten Investoren positiv auf die Bekanntgabe der Zahlen zum ersten Quartal des Geschäftsjahres 2016/17 bei Aurubis. Das MDAX-Unternehmen erwirtschaftete zwischen Oktober und Dezember 2016 ein operatives Ergebnis vor Steuern (EBT) von 18 Mio. Euro, nach 36 Mio. Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Maßgeblich beeinflusst wurde das Ergebnis durch einen geplanten Stillstand in Hamburg sowie durch negative Bewertungseffekte im Zusammenhang mit Vorratsbeständen bei gestiegenen Metallpreisen, die sich jedoch im Laufe des Geschäftsjahres neutralisieren werden, heißt es von Unternehmensseite. Aus diesem Grund bestätigt Aurubis seine Prognose für das Gesamtjahr. Das operative EBT soll gegenüber dem Vorjahr deutlich ansteigen.



Quelle: Reuters



Credit Suisse im Fokus


Die Schweizer Großbank Credit Suisse sorgt derzeit gleich in mehrfacher Hinsicht für Furore. Zu Jahresbeginn meldete das Institut, dass man eine endgültige Einigung mit dem US-Justizministerium in einem wichtigen Streit erzielen konnte. Demnach soll Credit Suisse 5,3 Mrd. US-Dollar zur Lösung eines Streits rund um faule Kredite in den USA zahlen. Noch interessanter ist derzeit möglicherweise die Frage, ob und wann Credit Suisse einen Teil des Schweizer Geschäfts an die Börse bringt. Am Dienstagvormittag werden Investoren zunächst jedoch erfahren, wie die Geschäfte im Schlussquartal und Gesamtjahr 2016 gelaufen sind.

Update Credit Suisse: Sparprogramm wird weiter verfolgt

Die Credit Suisse hat im Schlussquartal 2016 einen milliardenschweren Verlust erlitten. Das Minus lag bei 2,35 Mrd. CHF. Im Gesamtjahr 2016 lag das Minus unter dem Strich bei 2,45 Mrd. CHF. Schuld war insbesondere eine Zahlung an das US-Justizministerium zur Beilegung eines Rechtsstreits. Dabei geht es um Hypothekendarlehen aus der Zeit der Finanzkrise. Auch wenn der Verlust im Vorjahresvergleich verringert werden konnte und die Kosten gesenkt wurden, will das Institut auch in 2017 weiter sparen. Allerdings will man auch sich bietende Wachstumsmöglichkeiten nutzen. CEO Tidjane Thiam sagte bei der Präsentation der jüngsten Ergebnisse, dass die Credit Suisse gut aufgestellt sei, um das Restrukturierungsprogramm in den Jahren 2017 und 2018 erfolgreich fortzuführen und an attraktiven Wachstumsmöglichkeiten in verschiedenen Geschäftsbereichen und Regionen zu partizipieren.




Quelle: Reuters, Kurs in CHF



Deutsche Börse: Fusion unter Gleichen rückt näher


Jetzt hat die Deutsche Börse einen Namen für das neue Segment für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) gefunden. Es soll „Scale“ heißen. Wesentlich größer sind natürlich die Dimensionen, die beim so genannten Merger of Equals (Fusion unter Gleichen) zwischen der Deutschen Börse und der London Stock Exchange im Spiel sind. Während auf dem Weg zur großen deutsch-britischen Börsenfusion noch einige Hürden aus dem Weg zu räumen sind, wird die Deutsche Börse am Mittwochvormittag ihre Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2016 vorlegen. Allerdings dürfte auch die neueste Zahlenbekanntgabe ganz im Zeichen des groß angelegten Zusammenschlusses stehen.


Quelle: Reuters



Cisco Systems: Umbaumaßnahmen gehen weiter


Die Ergebnisse für das zweite Geschäftsquartal 2016/17 bei Cisco Systems dürften erneut aufzeigen, wie sehr sich der US-Netzwerkspezialist anstrengen muss, um sich auf die neuen Marktgegebenheiten (Cloud Computing, mobiles Internet, ...) einzustellen. Analysten rechnen laut Reuters-Konsens mit einem Umsatzrückgang im Vorjahresvergleich um 3,2 Prozent auf 11,55 Mrd. US-Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll wiederum bei 57 Cents liegen, nachdem das EPS im entsprechenden Vorjahreszeitraum bei 56 Cents gelegen hatte. Am Mittwochabend, nach US-Börsenschluss, werden wir wissen, ob Cisco die Erwartungen des Marktes erfüllen konnte.


Quelle: Reuters, Kurs in USD



Goldcorp: Was macht der Goldpreis?


Genauso wie bei anderen Minenbetreibern, hängt auch der Erfolg des kanadischen Bergbauunternehmens Goldcorp maßgeblich von der Entwicklung des Goldpreises ab. Gold-Fans und Minenbetreiber dürften es daher gar nicht gerne gesehen haben, dass die US-Notenbank Fed im Dezember die Leitzinsen angehoben hat. Höhere US-Zinsen führen zu einem stärkeren US-Dollar, damit sinkt wiederum die Goldnachfrage, da das Edelmetall in der US-Währung gehandelt wird. Gleichzeitig werden Alternativen wie Staatsanleihen attraktiver. Auf der anderen Seite hat die Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten auf Umwegen zu höheren Inflationserwartungen geführt, was dem Goldpreis und den Aktienkursen in der Branche auf die Sprünge hilft. Sollte Goldcorp nun auch Fortschritte bei den Einsparungen verkünden, dürfte die Stimmung weiter verbessert werden.


Quelle: Reuters, Kurs in USD



Fuchs Petrolub: Ziele fest im Blick


Durch organisches Wachstum und die Akquisitionen des Jahres 2015 konnte der Mannheimer Schmierstoff-Hersteller Fuchs Petrolub in den ersten neun Monaten 2016 ein zweistelliges Umsatzwachstum erzielen. Auch auf der Ergebnisseite wurden Erfolge verzeichnet. Am Donnerstagvormittag werden Investoren erfahren, ob sich der positive Trend im Schlussquartal des Vorjahres fortgesetzt hat. Für das Gesamtjahr 2016 hatte Fuchs ein organisches und akquisitionsbedingtes Umsatzwachstum am oberen Rand der prognostizierten Bandbreite von 7 bis 11 Prozent in Aussicht gestellt. Unter Berücksichtigung von negativen Währungseffekten rechnete der Konzern zuletzt mit einem Umsatzwachstum zwischen 7 und 8 Prozent. Beim EBIT wurde eine Steigerung in der Bandbreite von 4 bis 6 Prozent prognostiziert.


Quelle: Reuters



Allianz: Kein Problem mit niedrigen Zinsen


Während die Zinsen in den USA zuletzt angestiegen sind, hält die Europäische Zentralbank die Zinsen hierzulande mit ihrer extrem lockeren Geldpolitik weiterhin unten. Das Niedrigzinsniveau schadet der Versicherungsbranche. Allerdings kommt die Allianz als europäischer Marktführer mit dem schwierigen Branchenumfeld seit geraumer Zeit sehr gut zurecht. Zum Ende dieser Woche werden Investoren erfahren, ob dies auch im Schlussquartal und Gesamtjahr 2016 der Fall war. Zumal das Münchner DAX®-Unternehmen auch immer wieder das einstige Sorgenkind PIMCO im Blick behalten muss. Die US-Fondstochter hatte lange Zeit mit Mittelabflüssen zu kämpfen, während zuletzt eine Stabilisierung beobachtet werden konnte.

Update Allianz: Deutlicher Dividendenanstieg

Der Versicherungskonzern Allianz erzielte im Geschäftsjahr 2016 ein operatives Ergebnis in Höhe von 10,8 Mrd. Euro. Das liegt laut Unternehmensangaben nahe des oberen Endes der Prognosespanne und markiert den fünften jährlichen Anstieg in Folge. Der auf Anteilseigner entfallende Jahresüberschuss stieg gegenüber 2015 um 4,0 Prozent, so dass die Allianz die Dividende von 7,30 Euro weiter auf 7,60 Euro erhöhen kann. Das war jedoch nicht alles. Die Anteilseigner des Versicherers dürfen sich über ein auf zwölf Monate angelegtes bis zu 3 Mrd. Euro schweres Aktienrückkaufprogramm freuen. Auf Unternehmensseite zeigte man sich außerdem froh darüber, dass 2016 weitere Fortschritte bei der Umsetzung der Renewal Agenda gemacht werden konnten, so dass sich der gemessen an der Marktkapitalisierung größte europäische Versicherer auf einem guten Weg befindet, die Ziele für das Jahr 2018 zu erreichen.




Quelle: Reuters


Im Laufe der kommenden Woche finden Sie an dieser Stelle dann Updates dazu, wie die Unternehmensergebnisse ausgefallen sind.


Diese Unternehmen werden in der nächsten Woche ebenfalls ihre Zahlen veröffentlichen:
MontagSociété BIC
DienstagEDF, Express Scripts, Michelin, Randstad, TUI
MittwochAir Liquide, Akzo Nobel, Applied Materials, Barrick Gold, Credit Agricole, Danone, DSM, Equinix, Gerresheimer, Heineken, PepsiCo, TripAdvisor
DonnerstagAir France-KLM, Clariant, Nestlé, Schneider, Valeo
FreitagAegon, BB Biotech, Essilor

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