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Cybersecurity birgt reizvolle Anlagechancen

Die Bedrohungslage durch Cybercrime ist alarmierend. IT-Sicherheit ist daher ein Megatrend. Aus dem Sektor sticht ein Unternehmen mit besonders hohen Wachstumsraten hervor: Palo Alto Networks aus Kalifornien.

Es geschah ohne Vorwarnung und es könnte jederzeit wieder passieren. Am 12. Mai 2017 brach an Deutschlands Bahnhöfen unvermittelt das Chaos aus. Tausende von Fahrgästen standen plötzlich vor leeren Anzeigentafeln oder streikenden Ticketautomaten. Auch der Betrieb in Krankenhäusern, öffentlichen Einrichtungen und zahlreichen Unternehmen war zum Teil erheblich beeinträchtigt oder kam ganz zum Erliegen. Schuld daran hatte der Computervirus „WannaCry, der wie eine digitale Heuschreckenplage über die vernetzte Welt hereinbrach und in 120 Ländern eine Spur der Verwüstung hinterließ. Auf acht Milliarden US-Dollar beziffert die Londoner Versicherungsgruppe Lloyd's den durch die Lösegeldsoftware verursachten Schaden. Dass die Weltwirtschaft damit sogar glimpflich davongekommen ist, zeigt eine andere Szenarioanalyse von Lloyd's. Demnach könnte ein großer, globaler  Cyber-Angriff im Schnitt zu volkswirtschaftlichen Verlusten in Höhe von bis zu 53 Milliarden US-Dollar führen. Solch gewaltige Schadenssummen ist man bislang nur im Zusammenhang mit extremen Naturkatastrophen wie dem Jahrhunderthurrikan Sandy gewohnt.


Angriff der Cyberkriminellen

Die digitale Revolution verändert Wirtschaft und Gesellschaft. Ohne moderne Kommunikationssysteme kommen wir heute kaum mehr aus. Doch mit der zunehmenden globalen Vernetzung nehmen auch die Cyberangriffe in Form von Schadsoftware, DDoS-Attacken oder Lösegeldtrojanern zu. Laut einer Studie des Digitalverbands Bitkom waren in den vergangenen zwei Jahren fast 70 Prozent der deutschen Industrieunternehmen von Datendiebstahl, Spionage und Sabotage betroffen. Und auch Privatpersonen geraten immer stärker in das Visier von Cyberbanditen. Laut einer Studie des IT-Security-Konzerns McAfee wurden weltweit schon mehr als zwei Milliarden Internet-User Opfer von Datendiebstahl. Und die digitalen Gangster schlafen nicht. Allein 390.000 Schadprogramm-Varianten werden jeden Tag neu entdeckt. Mit einem volkswirtschaftlichen Gesamtschaden von jährlich 600 Milliarden US-Dollar, heißt es in der McAfee-Studie, ist Cybercrime nach Korruption und Drogenkriminalität das drittgrößte ökonomische Übel unserer Zeit.


Sicherheitslösungen sind gefragt

Angesichts der rasant steigenden Bedrohungslage und der immer ausgewiefteren Angriffstechniken überrascht es nicht, dass der Markt für Cybersecurity boomt. Laut einer Studie des Markforschungsunternehmens IDC werden die weltweiten Investitionen in die IT-Sicherheit  (in Form von Hardware, Software und Services) in diesem Jahr voraussichtlich um rund zehn Prozent auf rund 91 Milliarden US-Dollar steigen. Die US-Beratungsfirma Gartner ist noch optimistischer. Sie erwartet eine Zunahme des Marktvolumens auf 96 Milliarden US-Dollar. Das Credo der Experten: Cybersecurity ist und bleibt auf Jahre hinaus ein Megatrend mit überdurchschnittlichem Wachstumspotenzial. 


IT-Sicherheit ist ein Börsenrenner

Für Anleger ergeben sich daraus interessante Investmentchancen. Allein in den vergangenen zwei Jahren legten die Cybersecurity-Aktien an der Börse im Schnitt um rund 150 Prozent zu (Stand: 15. Oktober 2018). Eine Firma, der Analysten mittelfristig weiterhin großes Kurspotenzial zutrauen, ist Palo Alto Networks aus Kalifornien. Das zeigt ein Blick auf die von Reuters ermittelte Konsensbeurteilung für die Aktie. Demnach gehen aktuell 31 von 38 betrachteten Analysten davon aus, dass sich die an der New York Stock Exchange gelisteten Scheine mittelfristig besser entwickeln werden als der Markt.


Beeindruckende Geschäftsentwicklung

Palo Alto Networks ist ein Anbieter von Netzwerksicherheitslösungen der nächsten Generation. Die Firewalls und Sicherheitsplattformen der Gesellschaft identifizieren Bedrohungen in der Cloud, im Netzwerk und auf Endgeräten automatisch und blockieren mögliche Angriffe schnell und selbstständig. In den vergangenen Jahren wuchs die Firma mit einem beachtlichen Tempo – auch dank zahlreicher Übernahmen. Lag die Zahl der Kunden im Jahr 2011 noch bei weniger als 4.000 sind es mittlerweile weltweit mehr als 54.0000 Geschäftspartner, die sich auf die Sicherheitslösungen der Firma verlassen. Der Umsatz legte in den vergangen fünf Jahren mit einer durchschnittlichen Wachstumsrate von 40 Prozent von knapp 600 Millionen auf 2,3 Milliarden US-Dollar zu. Allerdings – und das ist nicht unproblematisch – schreibt das Unternehmen auf Basis der US-Rechnungslegungsstandards (GAAP) noch rote Zahlen. Wohl auch, um Investoren bei der Stange zu halten, veröffentlicht Palo Alto Networks parallel zum GAAP-Ergebnis auch ein Non-GAAP-Ergebnis. Hier sind bestimmte Aufwandspositionen wie die Kosten für die Übernahmen nicht berücksichtigt. Auf dieser Basis wies das Unternehmen für das am 31. Juli 2018 zu Ende gegangene Geschäftsjahr einen Nettogewinn in Höhe von 381 Millionen US-Dollar aus. Diese Vorgehensweise mag zwar etwas fragwürdig erscheinen, ungeachtet dessen dürfte das Unternehmen aber auch in den kommenden Jahren stärker wachsen als die Branche. Der Analystenschnitt geht davon aus, dass die Erlöse im Geschäftsjahr 2018/19 um 23 Prozent und im Folgejahr um 19 Prozent zulegen. Betont wird in diesem Zusammenhang, dass die Cloud-Revolution Unternehmen vor neue Sicherheitsherausforderungen stelle. Daraus würden sich für Palo Alto Networks gewaltige Chancen ergeben.

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