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Berichtssaison: Die nächste Runde beginnt

Der Aluminiumkonzern Alcoa hat den Start in die US-Berichtssaison zum dritten Quartal 2016 ordentlich vermasselt. Die jüngsten Zahlen des vor der Aufspaltung stehenden Unternehmens kamen am Markt gar nicht gut an. Da heißt es abwarten, ob es die Konzerne in der kommenden Woche besser machen werden. Zumal seit der überraschenden Zahlenbekanntgabe am Dienstag vonseiten des Chemieriesen BASF nun auch die deutschen Unternehmen in die Berichtssaison eingestiegen sind.

Berichtssaison: Die nächste Runde beginnt

Der Aluminiumkonzern Alcoa hat den Start in die US-Berichtssaison zum dritten Quartal 2016 ordentlich vermasselt. Die jüngsten Zahlen des vor der Aufspaltung stehenden Unternehmens kamen am Markt gar nicht gut an. Da heißt es abwarten, ob es die Konzerne in der kommenden Woche besser machen werden. Zumal seit der überraschenden Zahlenbekanntgabe am Dienstag vonseiten des Chemieriesen BASF nun auch die deutschen Unternehmen in die Berichtssaison eingestiegen sind.

In der kommenden Woche dürfen sich Investoren ebenfalls auf einige sehr interessante Quartalsberichte einstellen. Es berichten unter anderem Netflix (Montag); Intel (Dienstag); Zalando (Mittwoch); Microsoft (Donnerstag); Daimler und SAP (Freitag).

Netflix schwächelt in der Paradedisziplin

Lange Zeit hatten es Investoren dem führenden Video-on-Demand-Anbieter Netflix verziehen, wenn er aufgrund der hohen Kosten der Internationalisierungsstrategie und der großen Investitionen in eigene Serien- und Filminhalte keine überzeugenden Gewinnzahlen vorgelegt hatte. Schließlich konnte das Unternehmen, das einst mit dem Versand von DVDs angefangen hatte, immer wieder mit beeindruckenden Wachstumszahlen bei den Nutzern des Dienstes überzeugen. Zuletzt hatte Netflix jedoch ausgerechnet in dieser Paradedisziplin enttäuscht und einige Fragen hinsichtlich der langfristigen Erfolgsaussichten aufgeworfen. Umso wichtiger wäre es für Netflix, für das dritte Quartal 2016 überzeugende Zuwächse bei den Nutzern zu präsentieren. Bis zuletzt hatte sich Netflix einen Wert von rund 2,3 Millionen an neuen Usern vorgenommen.


Quelle: Reuters


Update Netflix: Auch auf der Ergebnisseite überzeugend

Mit der Zahlenbekanntgabe für das zweite Geschäftsquartal 2016 hatte sich Netflix nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Allerdings konnte der führende Video-on-Demand-Anbieter nun mit den Ergebnissen für das dritte Quartal überzeugen. Zwischen Juli und September kamen weltweit 3,57 Millionen neue User hinzu. Das Wachstum war vor allem außerhalb des heimischen US-Marktes hoch. Im Schlussquartal will Netflix weiter angreifen. Mithilfe neuer Eigenproduktionen sollen zwischen Oktober und Dezember 5,2 Millionen neue User hinzukommen. Konzernweit lagen die Umsatzerlöse im dritten Quartal bei 2,29 Mrd. US-Dollar. Ein Anstieg von 32 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Gewinn schoss sogar um 75 Prozent auf 51,5 Mio. US-Dollar. Damit konnte Netflix trotz der anhaltend hohen Investitionen in die Internationalisierung und die Produktion eigener Fernsehinhalte auch auf der Ergebnisseite überzeugen.


Intel mit höheren Zielen

Am Dienstagabend nach US-Börsenschluss wird Intel seine neuesten Geschäftszahlen vorlegen. Der US-Chiphersteller hatte seine Umsatzerwartungen für das dritte Quartal Mitte September angehoben. Laut Unternehmensprognose sollen die Erlöse im September-Quartal bei 15,3 bis 15,9 Mrd. US-Dollar (Vorjahr: 14,5 Mrd. US-Dollar) gelegen haben. Zuvor hatte man noch einen Wert zwischen 14,4 und 15,4 Mrd. US-Dollar in Aussicht gestellt. Die durchschnittlichen Analystenschätzungen bewegten sich zuletzt laut Reuters bei 15,56 Mrd. US-Dollar. Es wird also spannend, ob Intel die eigenen Erwartungen und die Schätzungen am Markt übertreffen konnte. Der bereinigte Gewinn je Aktie für das dritte Quartal wird laut Reuters-Konsens bei 72 Cents gesehen, nach 64 Cents im Vorjahr.


Quelle: Reuters


Update Intel: Starkes Quartal nur ein schwacher Trost

Der US-Chiphersteller Intel konnte seine Umsatzerlöse im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 9 Prozent auf 15,8 Mrd. US-Dollar steigern. Ein neuer Rekordwert. Zudem wurden die Reuters-Konsensschätzungen (15,56 Mrd. US-Dollar) übertroffen, während die Erlöse ebenfalls deutlich oberhalb des Durchschnittswertes der zuvor von Unternehmensseite erhöhten Prognose (15,3 bis 15,9 Mrd. US-Dollar) lagen. Das bereinigte EPS lag bei 80 Cents und damit deutlich höher als vom Markt erwartet (Reuters-Konsens: 72 Cents). Trotzdem kamen die jüngsten Intel-Zahlen am Markt nicht gut an. Ein Grund dafür war die unter den Erwartungen liegende Prognose für das laufende Schlussquartal 2016. Während Intel Umsätze in Höhe von 15,7 Mrd. US-Dollar prophezeit, liegen die Reuters-Konsensschätzungen zuletzt bei 15,86 Mrd. US-Dollar. Dies ist vor allem deshalb enttäuschend, da das vierte Quartal für Technologieunternehmen besonders wichtig ist.


Zalando wächst rasant

Der Online-Modehändler Zalando konnte Investoren zuletzt immer wieder mit starken Wachstumszahlen überzeugen. Dies ist umso erstaunlicher, da sich die gesamte deutsche Modebranche in den vergangenen Monaten nicht gerade in aller bester Verfassung präsentiert hat. Noch erfreulicher ist der Umstand, dass Zalando inzwischen auch auf der Ergebnisseite einige Erfolge vorzuweisen hat, obwohl weiterhin kräftig in den Ausbau des Geschäfts, beispielsweise außerhalb der DACH-Region, investiert wird. Die Frage ist nur, ob Zalando mit den neuesten Zahlen die hohen Erwartungen der Marktteilnehmer ein weiteres Mal befriedigen kann. Schließlich konnte die im MDAX® gelistete Zalando-Aktie vor allem in den Sommermonaten dieses Jahres eine im Vergleich zu diesem Index überdurchschnittliche  Kursperformance an den Tag legen.


Quelle: Reuters


Update Zalando: Verbesserte Gewinnsituation

Der Online-Modehändler Zalando konnte seinen Wachstumskurs laut vorläufigen Zahlen im dritten Quartal 2016 fortsetzen. Besonders erfreulich stellte sich zuletzt jedoch die Gewinnentwicklung dar. Die Umsätze kletterten laut Unternehmensschätzung um 16 bis 18 Prozent auf 827 bis 841 Mio. Euro. Für den gleichen Zeitraum erwartet Zalando ein bereinigtes EBIT von 8 bis 25 Mio. Euro. Das entspricht einer bereinigten EBIT-Marge von 1,0 bis 3,0 Prozent. Während Zalando für das Gesamtjahr 2016 weiterhin ein Umsatzplus am oberen Ende des Zielkorridors von 20 bis 25 Prozent in Aussicht stellt, wurde die Prognose für die bereinigte EBIT-Marge trotz hoher Wachstumsinvestitionen von 4,0 bis 5,5 Prozent auf 5,0 bis 6,0 Prozent angehoben.



Microsoft bereitet Anlegern trotz seines Alters viel Freude

In einer Technologiewelt, in der Facebook, Google oder Amazon eine immer wichtigere Rolle spielen, gehört Microsoft bereits zum alten Eisen. Das heißt jedoch nicht, dass der US-Software-Riese nicht mit Geschäftszahlen und einer starken Kursperformance der Microsoft-Aktie Anlegern viel Freude bereiten könnte. Zuletzt konnten sich die Anteilseigner sogar noch etwas mehr freuen. Am 20. September kündigte das Unternehmen weitere Aktienrückkäufe und eine Dividendenerhöhung an. Die Quartalsdividende wurde um 3 Cents bzw. 8 Prozent auf 39 Cents angehoben. Darüber hinaus hat Microsoft ein neues Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 40 Mrd. US-Dollar aufgelegt. Dieses wird auf das bis zum Ende dieses Jahres angesetzte Aktienrückkaufprogramm, ebenfalls im Volumen von 40 Mrd. US-Dollar draufgesetzt. Anleger dürfen gespannt sein, ob ihnen Microsoft mit den jüngsten Quartalsergebnissen am Donnerstagabend nach US-Börsenschluss genauso viel Freude bereiten wird.


Quelle: Reuters


Update Microsoft: Erfolge in der Wolke

Nachdem der US-Software-Riese Microsoft seinen Anteilseignern mit einer Anhebung der Quartalsdividende und der Auflegung eines neuen 40 Mrd. US-Dollar schweren Aktienrückkaufprogramms eine Freude machen konnte, gab es nun auch überzeugende Quartalsergebnisse zu bewundern. Zwischen Juli und September lagen die Umsätze auf bereinigter Basis bei 22,33 Mrd. US-Dollar und damit höher als es Analysten laut Reuters-Konsens (21,71 Mrd. US-Dollar) dem Unternehmen zugetraut hatten. Auch auf der Ergebnisseite wurden die Markterwartungen geschlagen. Dabei war das schnell wachsende Cloud-Geschäft erneut ein besonders wichtiger Impulsgeber.



Daimler: Auf Erfolgskurs

Mit der neuen Produktmarke EQ will Mercedes-Benz im Bereich Elektromobilität nun so richtig durchstarten. Allerdings haben Mercedes-Benz und Daimler Anlegern auch sonst sehr viel zu bieten. Aktuell laufen die Autoverkäufe richtig gut. Während die Schwaben auf dem wichtigsten Markt der Welt, China, im Vergleich mit den deutschen Konkurrenten besonders stark wachsen, wurden sowohl für den Monat September als auch für das gerade beendete dritte Quartal in den USA Rekordabsätze vermeldet. Weltweit wies Mercedes-Benz Cars im September ein Absatzplus von 13,4 Prozent aus, auch ein neuer Rekord. Kein Wunder also, dass Mercedes-Benz in der neuesten Interbrand-Markenstudie mit einem Markenwert von 43,5 Mrd. US-Dollar weltweit Platz 9 belegen konnte. Mit der Zahlenbekanntgabe für das dritte Quartal am Freitag könnten weitere Erfolgsmeldungen folgen.


Quelle: Reuters


Update Daimler: Mercedes-Benz sorgt nicht nur für Verkaufserfolge

Daimler konnte sich im dritten Quartal 2016 erneut über starke Absätze bei seiner Pkw-Marke Mercedes-Benz freuen und damit konzernweit erfreuliche Geschäftsergebnisse präsentieren. Sowohl beim Absatz als auch beim Ergebnis konnten die Schwaben neue Bestwerte vorlegen. Der Konzernumsatz erreichte im Berichtsquartal 38,6 Mrd. Euro und lag damit um 4 Prozent über dem Vorjahreswert. Das Unternehmen erzielte ein Konzern-EBIT von 4,04 Mrd. Euro und konnte damit den Vorjahreswert von 3,66 Mrd. Euro deutlich übertreffen. Der den Anteilseignern zurechenbare Nettogewinn kletterte von 2,39 Mrd. Euro im Vorjahr auf 2,60 Mrd. Euro. Zu den Ergebnisverbesserungen hat vor allem das Geschäftsfeld Mercedes-Benz Cars mit dem Absatzwachstum des SUV-Segments und dem Markterfolg der neuen E-Klasse beigetragen steigern. Auch das Geschäftsfeld Mercedes-Benz Vans realisierte infolge höherer Umsatzvolumina eine deutliche Ergebnisverbesserung.


SAP: Eine weitere Etappe

Europas größter Softwarekonzern SAP hat in den vergangenen Jahren vor allem mit Übernahmen auf das Wachstum im zukunftsträchtigen Cloud-Geschäft gesetzt. Jetzt geht es darum, noch mehr Synergieeffekte freizusetzen. Wie das Walldorfer DAX®-Unternehmen bei diesem Vorhaben vorankommt, werden Anleger anhand der für Freitag geplanten Bekanntgabe des Quartalsberichts für das dritte Quartal 2016 sehen können. Laut Reuters rechnen Analysten im Schnitt mit einem konzernweiten Umsatzanstieg im Vorjahresvergleich um 6,6 Prozent auf 5,32 Mrd. Euro. Der Gewinn je Aktie wird wiederum bei 0,97 Euro gesehen, nach 0,98 Euro im Vorjahr.


Quelle: Reuters


Update SAP: Cloud-Geschäft schiebt Umsätze an

Europas größter Softwarekonzern SAP profitierte im dritten Quartal 2016 erneut von seinem Cloud-Geschäft. Zwischen Juli und September stiegen die Cloud-Subskriptions- und -Supporterlöse um 28 Prozent auf 769 Mio. Euro. Währungsbereinigt lag das Plus bei 29 Prozent. Konzernweit kletterten die Umsätze um 8 Prozent auf 5,38 Mrd. Euro. Laut Reuters rechneten Analysten zuvor im Schnitt mit einem konzernweiten Umsatzanstieg im Vorjahresvergleich um 6,6 Prozent auf 5,32 Mrd. Euro. Der Gewinn je Aktie wurde wiederum bei 0,97 Euro gesehen, nach 0,98 Euro im Vorjahr. Allerdings kam dieser mit 0,91 Euro unterhalb der Prognosen ins Ziel. Trotzdem stellt das Unternehmen die Erfolge im zukunftsträchtigen Cloud-Geschäft in den Vordergrund. Schließlich konnte man sich dank der Erfolge in der Cloud auch für das laufende Schlussquartal 2016 optimistisch zeigen.

 

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