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Trading

Berichtssaison: Anleger freuen sich auf viele DAX®-Highlights

Mit Apple, Amazon oder Facebook haben die Schwergewichte aus dem US-Technologiesektor ihre Zahlen für das dritte Quartal 2018 bereits vorgelegt. Das heißt jedoch nicht, dass es nun langweilig wird. Schließlich warten viele interessante Quartalsberichte aus dem DAX® und MDAX® auf uns.

Es berichten unter anderem Siemens Healthineers (Montag); Deutsche Post (Dienstag); adidas, BMW (Mittwoch); Commerzbank, HeidelbergCement, Siemens (Donnerstag) und Allianz (Freitag).


Siemens Healthineers: DAX®-Mitgliedschaft winkt

Am 16. März 2018 brachte Siemens seine Medizintechniksparte Siemens Healthineers an die Börse. Seitdem hat sich die Siemens-Healthineers-Aktie sehr gut entwickelt. Anleger setzen auf die guten Wachstumsaussichten im Bereich Gesundheit. Das TecDAX®- und MDAX®-Unternehmen galt schon vor dem Börsenstart als DAX®-Kandidat. Wenn Siemens weitere Anteile verkaufen sollte und der Streubesitz zunimmt, dürfte der Aufstieg in die erste deutsche Börsenliga nur eine Frage der Zeit sein. In der kommenden Woche geht es jedoch erst einmal um die jüngsten Quartalsergebnisse. Zudem endete das Geschäftsjahr für Siemens Healthineers im September. Analysten gingen zuletzt für das abgelaufene Geschäftsjahr 2017/18 laut FactSet von Umsatzerlösen in Höhe von 14,10 Mrd. Euro aus, nach 13,52 Mrd. Euro im Vorjahr. Der Gewinn je Aktie sollte von 1,51 Euro auf 1,68 Euro zugelegt haben.

Siemens Healthineers: Ergebnisverbesserungen in Sicht
Siemens Healthineers erlöste im Geschäftsjahr 2018/19 (Ende September) konzernweit 13,4 Mrd. Euro. Dies war ein leichter Rückgang von 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dem Medizintechnikunternehmen machten zuletzt negative Wechselkurseffekte zu schaffen. Das vergleichbare Umsatzwachstum lag jedoch bei 4 Prozent und damit im Rahmen der konzerneigenen Erwartungen. Für das angelaufene Geschäftsjahr 2018/2019 rechnet das Management mit einem vergleichbaren Umsatzwachstum zwischen 4 und 5 Prozent. Zudem soll die Ergebnismarge (bereinigt um Aufwendungen für Personalrestrukturierungen)
zwischen 17,5 und 18,5 Prozent liegen. Zuletzt lag diese bei 17,2 Prozent. Das Ergebnis je Aktie soll von nun 1,26 Euro um 20 bis 30 Prozent ansteigen.




Quelle: Reuters


Deutsche Post: Gemischte Aussichten

Die Deutsche Post hatte Anleger zur Jahresmitte 2018 mit einer Gewinnwarnung enttäuscht. Während das Paketgeschäft schneller als erwartet wächst und die Umstellung schwierig ist, schrumpft das Briefgeschäft weiter.  Hinzu kommt: Die Bundesnetzagentur brachte den Zeitplan der Deutschen Post für eine weitere Anhebung des Briefportos durcheinander. Die Regulierer möchten zunächst mehr Informationen zur laufenden Umstrukturierung der Brief- und Paketsparte abwarten, bevor sie über eine Erhöhung des Briefportos entscheiden. Auf die neuesten Quartalsergebnisse müssen Anleger dagegen nicht mehr lange warten. Am Dienstag ist es so weit. Analysten gingen zuletzt für das September-Quartal laut FactSet von einem Umsatzplus von 3,1 Prozent auf 15,09 Mrd. Euro aus, während der Gewinn je Aktie bei 0,30 Euro (Vorjahr: 0,51 Euro) gesehen wurde.

Deutsche Post: Umstrukturierung kommt voran
Die Deutsche Post hat ihre Umsatzerlöse im September-Quartal gegenüber dem Vorjahr um 1,4 Prozent auf 14,8 Mrd. Euro gesteigert. Bereinigt um Wechselkurseffekte und Portfolioveränderungen lag das Plus sogar bei 4,7 Prozent. Positiv entwickelte sich vor allem das nach wie vor boomende E-Commerce-Geschäft. Dagegen belasteten die hohen Aufwendungen für die laufende Umstrukturierung in der Brief- und Paketsparte das Ergebnis. Das EBIT rutschte von 834 Mio. Euro im Vorjahr auf nun 376 Mio. Euro. Die gute Nachricht ist, dass im dritten Quartal mit 392 Mio. Euro bereits der größte Teil der angedachten Restrukturierungsaufwendungen von 500 Mio. Euro verbucht wurde. Die Ergebnisprognosen für 2018 und 2020 wurden bestätigt. Für dieses Jahr peilt die Deutsche Post ein EBIT in Höhe von etwa 3,2 Mrd. Euro an. Bis 2020 soll das operative Ergebnis auf mehr als 5 Mrd. Euro ansteigen.



Quelle: Reuters


adidas hat keine Angst vor Nike

Die diesjährige Fußball-Weltmeisterschaft in Russland lief für Ausrüster adidas nicht optimal. Die von den Herzogenaurachern ausgerüsteten Teams, allen voran die DFB-Elf, schnitten insgesamt schwach ab. US-Konkurrent Nike hatte mehr Teams im Halbfinale. Dafür lief es für adidas zuletzt in anderen Bereichen gut. Neben dem starken Wachstum in China, konnte Europas größter Sportartikelhersteller selbst auf dem US-Markt Nike das Leben schwer machen. Wie gut die adidas-Geschäfte im dritten Quartal 2018 gelaufen sind, erfahren Investoren am Mittwoch. Analysten gehen laut FactSet von einem Umsatzplus von knapp 7 Prozent auf 6,07 Mrd. Euro aus, während das EPS von 2,68 Euro im Vorjahr auf nun 3,04 Euro klettern soll.

Update adidas: Prognosen werden überarbeitet
adidas zeigte sich bei seinen Ergebniszielen für das Gesamtjahr 2018 etwas optimistischer. Im Gegensatz dazu wurden Anleger mit den etwas weniger optimistischen Wachstumsaussichten enttäuscht. Auch das Umsatzwachstum von 3 Prozent im dritten Quartal auf 5,87 Mrd. Euro ist nicht gerade üppig. Zumal adidas in den vergangenen Jahren deutlich höhere Wachstumsraten an den Tag legen konnte. Zudem sollen die währungsbereinigten Erlöse in 2018 laut Unternehmensprognose nur noch um 8 bis 9 Prozent zulegen. Bisher wurde ein Plus von etwa 10 Prozent in Aussicht gestellt. Dafür wurde die Prognose für den Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft von 1,615 bis 1,675 Mrd. Euro auf 1,660 bis 1,720 Mrd. Euro angehoben. Zudem soll die Bruttomarge auf einen Wert von 51,4 Prozent (bisher: 50,7 Prozent) verbessert werden. Während adidas derzeit mit seinem Wachstum in Nordamerika, China und im Online-Geschäft überzeugen kann, machen dem Herzogenauracher Sportartikelhersteller unter anderem negative Wechselkurseffekte zu schaffen.



Quelle: Reuters


BMW ist keine Ausnahme

Die Autobauer haben es derzeit wahrlich nicht leicht. Die Diskussionen um Fahrverbote für Dieselautos, ein neues Prüfverfahren, der chinesisch-amerikanische Handelsstreit und die hohen Investitionen in Zukunftstechnologien wie die Elektromobilität drücken die Stimmung. Diese und andere Faktoren führten zu einigen Gewinnwarnungen bei Autokonzernen und Zulieferern. BMW war keine Ausnahme. Die Münchener mussten sich sogar von ihrem langjährigen Renditeziel verabschieden. Traditionell hat BMW im Autosegment eine Marge von 8 bis 10 Prozent im Auge. Jetzt peilt das Management für 2018 nur noch einen Wert von mindestens 7 Prozent an. Welchen Wert BMW im dritten Quartal erreicht hat, werden Anleger am Mittwoch erfahren. Für den Gewinn je Aktie und den Umsatz gehen Analysten laut FactSet von Werten in etwa auf dem Vorjahresniveau aus. Die Erlöse lagen im September-Quartal 2017 bei 23,42 Mrd. Euro, während das EPS einen Wert von 2,68 Euro erreichte.

Update BMW: Deutlich weniger Gewinn
BMW fuhr im dritten Quartal 2018 konzernweit Umsatzerlöse in Höhe von 24,74 Mrd. Euro ein. Ein Anstieg von 4,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das operative Ergebnis (EBIT) schrumpfte dagegen um 26,8 Prozent auf 1,75 Mrd. Euro. Auch beim Nettogewinn ging es deutlich nach unten. Unter dem Strich blieben 1,41 Mrd. Euro übrig, 23,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Dem Konzern machten die Diskussionen um Fahrverbote für Dieselautos, ein neues Prüfverfahren, der chinesisch-amerikanische Handelsstreit und die hohen Investitionen in Zukunftstechnologien wie die Elektromobilität zu schaffen. Aus diesem Grund hatte BMW unlängst seine Margenziele gesenkt. Diese gesenkte Prognose wurde nun bestätigt. Demnach soll die operative Marge im Autosegment in 2018 bei mindestens 7 Prozent liegen, nachdem man lange Zeit einen Wert 8 bis 10 Prozent angepeilt hatte.




Quelle: Reuters


Commerzbank: Es wird weiter spekuliert

Am Markt wird weiter kräftig spekuliert, ob die Deutsche Bank und die Commerzbank tatsächlich fusionieren werden. Allerdings dürften beide Institute ein solches Vorhaben erst angehen, wenn sie sich noch mehr erholt haben. Im Moment schreitet diese Erholung sehr langsam voran. Dies haben die jüngsten Quartalsergebnisse bei der Deutschen Bank gezeigt. Am Donnerstag wird die Commerzbank ihre Bücher öffnen. Zwar gehen Analysten laut FactSet für das September-Quartal von einem Anstieg des Gewinns je Aktie von 0,06 Euro im Vorjahr auf nun 0,17 Euro aus, die Erlöse sollen jedoch von 2,51 Mrd. Euro auf 2,11 Mrd. Euro geschrumpft sein. Auch die Deutsche Bank hatte zuletzt zwar Einsparerfolge aber auch rückläufige Geschäfte vermeldet.

Commerzbank: Geringere Risikovorsorge als Lichtblick
Die Commerzbank musste im dritten Quartal 2018 deutliche Ergebnisrückgänge im Vorjahresvergleich ausweisen. Trotzdem zeigten sich Anleger mit dem Zahlenwerk zufrieden. Positiv entwickelte sich zum Beispiel die geringere Risikovorsorge. Zwischen Juli und September lag das operative Ergebnis bei 331 Mio. Euro, nach 623 Mio. Euro im Vorjahr. Im September-Quartal lag der Nettogewinn bei 218 Mio. Euro. Im Vorjahr wurde noch ein Gewinn von 467 Mio. Euro erzielt. Trotzdem will die Commerzbank für das Geschäftsjahr 2018 eine Dividende von 20 Cent je Aktie zahlen.




Quelle: Reuters


HeidelbergCement überrascht von Kostenanstieg

Zu denjenigen Unternehmen, die eine Gewinnwarnung aussprechen mussten, gehörte zuletzt auch HeidelbergCement. Dem Baustoffkonzern machten widrige Wetterbedingungen in den USA und vor allem höhere Energiekosten zu schaffen. Die negativen Effekte konnten nur teilweise durch Preiserhöhungen wettgemacht werden. Das um Währungs- und Konsolidierungseffekte bereinigte Ergebnis soll im Gesamtjahr 2018 im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich zurückgehen, nachdem zuvor sogar ein Anstieg im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich in Aussicht gestellt worden war. Entsprechend interessiert werden Anleger am Donnerstag den Ergebnissen für das dritte Quartal lauschen. Beim Gewinn je Aktie gehen Analysten laut FactSet von einem Anstieg um 11 Prozent auf 2,71 Euro aus, während die Erlöse von 4,61 auf 4,91 Mrd. Euro angestiegen sein sollen.

Update HeidelbergCement: Baustoffkonzern kann Gegenwind trotzen
Während HeidelbergCement im dritten Quartal 2018 mit höheren Energiekosten zu kämpfen hatte, konnte der Baustoffkonzern trotzdem einige überzeugende Kennzahlen präsentieren. Der DAX-Konzern steigerte Absatz, Umsatz und Ergebnis je Aktie gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Umsatzerlöse kletterten um 7 Prozent auf 4,94 Mrd. Euro. Der Gewinn je Aktie konnte sogar um 12 Prozent auf 2,72 Euro gesteigert werden. Analysten hatten laut FactSet einen Anstieg des Gewinns je Aktie auf 2,71 Euro erwartet, während die Erlöse bei 4,91 Mrd. Euro gesehen wurden. Damit konnte HeidelbergCement die Markterwartungen schlagen.




Quelle: Reuters


Siemens investiert in die Zukunft

Siemens fiel zuletzt vor allem mit dem Vorhaben auf, in Berlin rund 600 Mio. Euro in einen Technologiepark investieren zu wollen. Auf dem historischen Siemens-Gelände in Berlin Spandau soll in den kommenden Jahren die „Siemensstadt 2.0“ entstehen. Dabei hat der Industrie- und Technologiekonzern vor allem Entwicklungen im Bereich Industrie 4.0 im Blick und eine Art deutsches Silicon Valley. Interessant dürfte auch der Blick auf die neuesten Siemens-Quartalsergebnisse sein. Diese werden am Donnerstag veröffentlicht. Analysten gingen zuletzt von einem leichten Umsatzrückgang um 0,6 Prozent auf 22,16 Mrd. Euro, jedoch von einem Gewinnplus von 1,50 Euro je Aktie im Vorjahr auf 1,83 Euro je Aktie aus.

Update Siemens: Schwieriges Umfeld
Siemens hatte zum Ende seines Geschäftsjahres 2017/18 (Ende September) mit den Kosten des Konzernumbaus und der Schwäche in der Kraftwerkssparte zu kämpfen. Zwischen Juli und September lag der Nettogewinn konzernweit bei 681 Mio. Euro. Ein Rückgang von 46 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Als besonders kostspielig erwies sich die Personalrestrukturierung. Aufgrund des schwierigen Umfelds dürfte es Erfolg gelten, dass das Ergebnis des Industriellen Geschäfts mit 2,15 Mrd. Euro auf dem Vorjahresniveau gehalten werden konnte. Die Umsatzerlöse wurden dagegen um 2 Prozent auf 22,6 Mrd. Euro gesteigert. Auf Gesamtjahressicht konnte Siemens das erreichen, was sich der Konzern vorgenommen hatte. Die vielbeachtete Ergebnismarge des Industriellen Geschäfts lag bereinigt um die Aufwendungen für die Personalrestrukturierung bei 11,3 Prozent und damit im Prognosebereich von 11 bis 12 Prozent. Auch im laufenden Geschäftsjahr 2018/19 soll ein Wert in dieser Spanne erreicht werden. Zudem dürfen sich Anleger über einen Aktienrückkauf freuen.


Quelle: Reuters


Allianz

Die Allianz hat die Phase mit niedrigen Zinsen im Branchenvergleich relativ gut überstanden. Zudem wird, wie im gesamten Finanzsektor, die Digitalisierung vorangetrieben. Am Freitag werden die Münchener ihre neuesten Quartalsergebnisse präsentieren. Analysten gehen dabei für das September-Quartal 2018 von Umsatz- und Gewinnsteigerungen im Vorjahresvergleich aus. Die Erlöse werden laut FactSet bei 31,25 Mrd. Euro gesehen, nach 28,30 Mrd. Euro im Vorjahr. Der Gewinn je Aktie soll von 3,52 auf 4,34 Euro zugelegt haben.

Update Allianz: Erfreuliche Schadenentwicklung
Die Allianz profitierte im dritten Quartal unter anderem von einem geringeren finanziellen Schaden aus Naturkatastrophen. Der auf die Anteilseigner entfallende Quartalsüberschuss legte im September-Quartal 2018 gegenüber dem Vorjahr um 23,6 Prozent auf 1,9 Mrd. Euro zu. Das operative Ergebnis wuchs um 20,6 Prozent auf 3,0 Mrd. Euro. Den größten Anteil hatte daran laut Unternehmensangaben das Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft der Münchener. Für das Gesamtjahr rechnet der DAX-Konzern weiterhin mit einem operativen Ergebnis in Höhe von 10,6 bis 11,6 Mrd. Euro. Nach neun Monaten lag dieser Wert bei 8,7 Mrd. Euro. Ein Anstieg von 4,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr.




Quelle: Reuters

Im Laufe der kommenden Woche finden Sie dann an dieser Stelle Updates dazu, wie die Unternehmensergebnisse ausgefallen sind.

Folgende Unternehmen werden u.a. in der kommenden Woche ebenfalls Quartalsberichte veröffentlichen:

Montag

Dienstag

Evonik, Hugo Boss

Mittwoch

Qualcomm, Osram

Donnerstag

Walt Disney, Continental

Freitag

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