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Apple stellt alles andere in den Schatten!

Die Berichtssaison für das zweite Quartal 2018 ist so gut wie beendet. Mehr als 90 Prozent der Unternehmen aus dem S&P 500 haben ihre jüngsten Quartalsergebnisse vorgelegt. Auch auf dieser Seite des Atlantiks werden nur noch vereinzelt Bilanzen vorgelegt. Schon jetzt lässt sich von einer erfolgreichen Berichtssaison sprechen, vor allem in den USA. Außerdem ragt ein Unternehmen in besonderer Weise heraus.

Apple stellt alles andere in den Schatten!


Die Berichtssaison für das zweite Quartal 2018 ist so gut wie beendet. Mehr als 90 Prozent der Unternehmen aus dem S&P 500 haben ihre jüngsten Quartalsergebnisse vorgelegt. Auch auf dieser Seite des Atlantiks werden nur noch vereinzelt Bilanzen vorgelegt. Schon jetzt lässt sich von einer erfolgreichen Berichtssaison sprechen, vor allem in den USA. Außerdem ragt ein Unternehmen in besonderer Weise heraus.

Laut FactSet wurden die Gewinnerwartungen des Marktes in 79 Prozent der Fälle geschlagen, während die Umsatzerlöse in 72 Prozent der Fälle höher lagen als die durchschnittlichen Analystenprognosen. Für den S&P 500 wurde insgesamt ein Anstieg des bereinigten Gewinns je Aktie gegenüber dem Vorjahr um 24,6 Prozent festgestellt. Es wäre der zweithöchste Gewinnanstieg seit dem dritten Quartal 2010, als ein Plus von 34,1 Prozent erreicht wurde. Dabei habe es sich gezeigt, dass international tätige Unternehmen, die mehr als 50 Prozent ihrer Umsätze außerhalb des US-Heimatmarktes erzielen, sowohl auf der Umsatzseite als auch beim Gewinn, höhere Wachstumsraten erzielen konnten als Firmen, die überwiegend in den USA tätig sind.

Gleich mehrere Kennzahlen zeigen, wie besonders das abgelaufene Quartal für US-Konzerne war. Laut FactSet wurden die Markterwartungen auf der Gewinnseite seit Beginn der Aufzeichnung der Daten im dritten Quartal 2008 noch nie so häufig übertroffen (in 79 Prozent der Fälle). Im Schnitt lagen die ausgewiesenen Gewinne 5,0 Prozent höher als die Konsensschätzungen. Der Fünfjahresdurchschnitt für die Outperformance liegt bei lediglich 4,4 Prozent. Zudem konnten sämtliche elf Sektoren im S&P 500 steigende Gewinne im Vorjahresvergleich vermelden. Zehn von elf Sektoren konnten sogar prozentual zweistellige Zuwachsraten verbuchen. An der Spitze waren die Bereiche Energie, Grundstoffe und Technologie zu finden.

Einmal mehr sorgten Konzerne wie Apple, die Google-Muttergesellschaft Alphabet, Amazon oder Microsoft für einige der Highlights der Berichtssaison, während dieses Mal Facebook mit seinen Geschäftszahlen und vor allem mit dem Wachstum bei den Nutzerzahlen enttäuschte. Das positive Gesamtbild konnte dadurch nicht eingetrübt werden. Im Fall von Apple sorgten starke Quartalsergebnisse sogar dafür, dass Investoren die Apple-Aktie in die Höhe trieben und dem iPhone-Konzern beim Börsenwert erstmals über die Marke von 1 Billion US-Dollar verhalfen. Dank anhaltend hoher Wachstumsraten könnte Amazon diese Marke ebenfalls bald knacken. Auch Alphabet ist gar nicht mehr so weit entfernt.


Quelle: Reuters (Angaben in USD)



Von einer solchen Größenordnung sind wir hierzulande weit entfernt.

Als wertvollstes börsennotiertes Unternehmen Deutschlands bringt es der Softwarekonzern SAP derzeit gerade einmal auf eine Marktkapitalisierung von rund 120 Mrd. Euro. Aktuell sind die Walldorfer das einzige Unternehmen in der ersten deutschen Börsenliga, das eine Marktkapitalisierung von mehr als 100 Mrd. Euro vorzuweisen hat. Das größte Softwareunternehmen Europas überzeugte auch im zweiten Quartal 2018 mit dem Wachstum im Bereich Cloud Computing. Zudem stimmte der Ausblick Anleger optimistisch. Abgesehen davon präsentierten die deutschen Blue Chips zuletzt gemischte Ergebnisse.



Quelle: Reuters

In den Quartalsberichten der DAX®-Konzerne machte sich einmal mehr der starke Euro negativ bemerkbar. Entsprechend wird man in den vergangenen Wochen erleichtert zur Kenntnis genommen haben, dass die europäische Gemeinschaftswährung gegenüber dem US-Dollar an Wert verloren hat. Dafür wird man weniger froh darüber sein, dass sich die wirtschaftliche Lage in der Türkei verschlechtern könnte. Unternehmen, die dort engagiert sind, dürften um ihre lange Zeit guten Geschäfte fürchten.

Weltweit konnten sich zuletzt zum Beispiel der Halbleiterkonzern Infineon oder Europas größter Sportartikelhersteller, adidas, über gute Geschäfte freuen. Während Infineon weiterhin viele Aufträge aus der Automobilindustrie erhält, freute sich adidas über ein starkes Wachstum in Nordamerika und Asien/Pazifik. Dabei stach vor allem der chinesische Markt positiv heraus.


Quelle: Reuters

Nicht ganz so einfach hatten es einmal mehr die Automobilhersteller BMW, Daimler oder Volkswagen. Zwar können sich die Absatzstatistiken weiterhin sehen lassen, die Dieselthematik oder hohe Investitionen in die Entwicklung neuer Technologien machen ihnen jedoch zu schaffen. Allerdings sind es gerade diese Investitionen, die dafür sorgen sollen, dass die deutschen Automobilkonzerne auch in Zukunft zur weltweiten Spitze in der Automobilbranche zählen.