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Trading

Aktuelle Berichtssaison vertreibt Anlegersorgen

Die Anlegersorgen vor zu schnell steigenden Zinsen und einer merklichen Konjunktureintrübung haben die Börsen zeitweise durcheinandergewirbelt und die Kurse purzeln lassen. Allerdings sorgten positive Quartalsberichte, insbesondere vonseiten der großen US-Banken, für eine Stimmungsaufhellung. Der Video-on-Demand-Anbieter Netflix sorgte mit seinem jüngsten Zahlenwerk sogar für wahre Jubelstürme an der Börse. Geht es so positiv weiter?

In der kommenden Woche werden Marktteilnehmer mehr wissen. Es berichten unter anderem Caterpillar, McDonald‘s (Dienstag); Boeing, Deutsche Bank (Mittwoch); Alphabet, Amazon, Daimler (Donnerstag) und BASF (Freitag).


Caterpillar spürt Erholung an den Rohstoffmärkten

Der US-Baumaschinenhersteller Caterpillar profitierte zuletzt von der Erholung vieler Rohstoffpreise. Insbesondere bei den Öl- und Gasunternehmen haben höhere Preise zu mehr Gewinn und mehr Bestellungen von Baumaschinen geführt. Zudem kommt dem Unternehmen die gute US-Konjunktur zugute. Diese Entwicklungen sollten auch in den Zahlen für das dritte Quartal 2018 sichtbar werden. Caterpillar wird sie am Dienstag präsentieren. Analysten gehen für die Zeit zwischen Juli und September laut Reuters von einem deutlichen Umsatzplus gegenüber dem Vorjahr um 16,4 Prozent auf 13,29 Mrd. US-Dollar aus, während das bereinigte EPS bei 2,85 US-Dollar gesehen wird, nach 1,95 US-Dollar im Vorjahr. Die Aussichten werden derzeit lediglich vom chinesisch-amerikanischen Handelsstreit etwas eingetrübt.

Update Caterpillar: Steigende Kosten kein Problem
Caterpillar meldete für das dritte Quartal 2018 Umsatzerlöse in Höhe von 13,5 Mrd. US-Dollar. Ein Anstieg von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 2,86 US-Dollar, nach 1,95 US-Dollar im Vorjahr. Sowohl auf der Umsatzseite als auch bei den Ergebnissen wurden die Markterwartungen geschlagen. Analysten gingen laut Reuters von einem Umsatzplus auf 13,29 Mrd. US-Dollar aus, während das bereinigte EPS bei 2,85 US-Dollar gesehen wurde. Laut Angaben des Managements dürfte Caterpillar im laufenden vierten Quartal 2018 zwar mit höheren Material- und Frachtkosten zu kämpfen haben, allerdings sollen diese dank höherer Preise und einiger Einsparungen mehr als wettgemacht werden können.




Quelle: Reuters


McDonald‘s setzt Serie fort

Mitte September gab es für die Anteilseigner von McDonald’s gute Nachrichten. Die US-Schnellrestaurantkette hob ihre Quartalsdividende um 15 Prozent auf 1,16 US-Dollar pro Aktie an, was einer jährlichen Ausschüttung 4,64 US-Dollar entspricht. Mit der nun schon 42. Erhöhung der Jahresdividende gehört McDonald’s zu den besonders großzügigen Dividendenzahlern. In der kommenden Woche werden Anleger wiederum auf die neuesten Quartalsergebnisse schauen. Analysten rechnen für das September-Quartal laut Reuters im Schnitt mit einem Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr um 7,5 Prozent auf 5,32 Mrd. US-Dollar, im Gegensatz dazu wird mit einem deutlichen Anstieg des Gewinns je Aktie um 24 Cents auf 2,0 US-Dollar gerechnet.

Update McDonald's: Internationales Wachstum überzeugt
McDonald’s verzeichnete im dritten Quartal 2018 einen Umsatzrückgang von etwa 7 Prozent auf 5,37 Mrd. US-Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 2,10 US-Dollar und damit über dem Markterwartungen von 2,0 US-Dollar. Auf Unternehmensseite freute man sich, dass die vergleichbaren Umsätze weltweit nun schon das 13. Quartal in Folge gesteigert werden konnten. Dabei überzeugte vor allem das internationale Geschäft abseits des US-Heimatmarktes. Besonders gut lief es in Australien, Großbritannien und Frankreich. Zu Hause hatte McDonald’s dagegen mit einem starken Wettbewerb zu kämpfen.




Quelle: Reuters


Boeing: Die Auftragsbücher bleiben voll

Die Aussichten für die zivile Luftfahrt bleiben hervorragend. Unter anderem, weil sich dank der positiven wirtschaftlichen Entwicklung in den Schwellenländern immer mehr Menschen Flugreisen leisten können. Entsprechend steigt die Nachfrage nach neuen Flugzeugen. Da die Ölpreise zuletzt wieder angestiegen sind, dürften die Airlines zudem bestrebt sein, neue spritsparende Maschinen zu bestellen. Im Fall der beiden größten Flugzeugbauer, Airbus und Boeing, hat dies dazu geführt, dass ihre Auftragsbücher für die kommenden Jahre gefüllt sind. Am Mittwoch werden Anleger erfahren, wie die Geschäfte bei Boeing im dritten Quartal gelaufen sind. Zwar rechnen Analysten laut Reuters mit Umsätzen in Höhe von 24,23 Mrd. US-Dollar und damit lediglich in etwa auf dem Niveau des Vorjahres, dafür soll der bereinigte Gewinn je Aktie von 2,72 US-Dollar im Vorjahr auf 3,51 US-Dollar angestiegen sein.

Update Boeing: Zivile Luftfahrt boomt weiter
Boeing erzielte im dritten Quartal 2018 Umsatzerlöse in Höhe von 25,1 Mrd. US-Dollar. Ein Anstieg von 4 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert. Zwar schrumpfte der Nettogewinn von 2,6 Mrd. US-Dollar im Vorjahr auf 2,2 Mrd. US-Dollar, dafür lag der bereinigte Gewinn je Aktie mit 3,58 US-Dollar über den Markterwartungen. Analysten hatten laut Reuters mit einem EPS von 3,51 US-Dollar bei Umsatzerlösen von 24,23 Mrd. US-Dollar gerechnet. Boeing kamen erneut die starke Entwicklung in der zivilen Luftfahrt und die wachsende Nachfrage nach Flugzeugen zugute. Ein Grund, warum Boeing die Ziele für das Gesamtjahr 2018 anhob. Der bereinigte Gewinn je Aktie wird für 2018 bei 14,90 bis 15,10 US-Dollar gesehen, nachdem zuvor lediglich ein Wert zwischen 14,30 und 14,50 US-Dollar in Aussicht gestellt worden war. Die Umsatzprognose wurde von 97 bis 99 Mrd. US-Dollar auf 98 bis 100 Mrd. US-Dollar angehoben.



Quelle: Reuters


Deutsche Bank und die große Frage nach der Bankenhochzeit

Am deutschen Aktienmarkt fragen sich Investoren immer noch, ob es eine große Bankenhochzeit zwischen der Commerzbank und der Deutschen Bank geben wird. Zudem gilt der Blick in Richtung EZB. Die US-Finanzinstitute haben bereits von Zinssteigerungen profitiert. Europäische Banken müssen auf einen solchen Effekt weiter warten. Dagegen müssen Investoren nicht mehr lange auf die Bekanntgabe neuer Geschäftsergebnisse vonseiten der Deutschen Bank warten. Diese werden am Mittwoch präsentiert. Aktuell gehen Analysten laut FactSet von einem Rückgang des Gewinns je Aktie im Vorjahresvergleich um knapp 7 Cent auf 0,23 Euro aus. Zudem wird mit einem Umsatzrückgang um 5,2 Prozent auf 6,42 Mrd. Euro gerechnet.

Update Deutsche Bank: Endlich wieder ein Gewinn
Die Deutsche Bank hatte im dritten Quartal mit viel Gegenwind zu kämpfen. Besonders deutliche Umsatzrückgänge wurden im Aktien- und Anleihenhandel verzeichnet. Die gesamten Erträge fielen um 9 Prozent auf 6,2 Mrd. Euro. Zudem war das Management mit den laufenden Einsparungen beschäftigt. Beispielsweise wurde die Mitarbeiterzahl verringert. Konzernchef Christian Sewing stellte jedoch heraus, dass das Institut nun die Kosten im Griff habe und über das Kapital verfügen würde, um wieder wachsen zu können. Zudem stellt die Deutsche Bank für 2018 einen Gewinn in Aussicht. Es wäre der erste nach drei Verlustjahren in Serie. Im dritten Quartal lag der Nettogewinn bei 229 Mio. Euro, nach 649 Mio. Euro in der Vorjahresperiode.



Quelle: Reuters


Alphabet kann das Aus für Google+ verschmerzen

Google dominiert die Internetsuche. Android ist das am meisten verbreitete Betriebssystem auf mobilen Geräten wie Smartphones. Allerdings gelingt Google nicht alles. Google+ ist ein solches Beispiel. Nun beschloss die Google-Muttergesellschaft Alphabet das soziale Netzwerk zu schließen. Als Grund wurde eine Sicherheitslücke angeführt. Allerdings dürfte auch der verlorene Kampf gegen Facebook eine wichtige Rolle bei der Entscheidung gespielt haben. Die Ergebnisse für das dritte Quartal dürften jedoch einmal mehr zeigen, wie erfolgreich Alphabet auf anderen Gebieten ist, zum Beispiel der Internetwerbung. Auch deshalb gehen Analysten laut Reuters für das September-Quartal im Schnitt von einem deutlichen Umsatzanstieg von 22,6 Prozent auf 34,04 Mrd. US-Dollar aus. Der bereinigte Gewinn je Aktie wird bei 10,41 US-Dollar gesehen, nach 9,57 US-Dollar im Vorjahr.

Update Alphabet: Enttäuschung bei Google
Der Suchmaschinengigant Google dominierte auch im dritten Quartal die Zahlenveröffentlichung von Alphabet. Die Konzernumsätze stiegen demnach um 21 Prozent auf 33,74 Mrd. US-Dollar und verfehlten die Analystenschätzungen damit um 310 Mio. US-Dollar. Der Nettogewinn kletterte wiederum auf 9,2 Mrd. US-Dollar bzw. 13,06 US-Dollar und lag deutlich über den letzten Reuters-Konsensschätzungen von 10,45 US-Dollar. Der für Google relevante um Traffic-Kosten (TAC) bereinigte Umsatz stieg im dritten Quartal von 21,97 Mrd. US-Dollar auf 27,01 Mrd. US-Dollar. Analysten hatten hier einen Wert von 27,3 Mrd. US-Dollar erwartet.



Quelle: Reuters


Amazon hat Apple im Visier

Nach Apple erreichte Amazon als zweites privates Unternehmen einen Börsenwert von mehr als 1 Billion US-Dollar. Da die Amazon-Aktie in den vergangenen Jahren sogar einen steileren Anstieg als die Apple-Aktie an den Tag gelegt hat, könnte der US-E-Commerce-Riese bald das wertvollste Unternehmen der Welt sein. Warum Amazon so erfolgreich ist, dürften die Zahlen für das dritte Quartal 2018 zeigen. Diese werden am Donnerstag präsentiert. Marktexperten hatten zuletzt laut Reuters im Schnitt gegenüber dem Vorjahr einen deutlichen Umsatzanstieg um 30,5 Prozent in Aussicht gestellt, während der bereinigte Gewinn je Aktie aus Analystensicht von 0,52 US-Dollar auf 3,11 US-Dollar geradezu in die Höhe geschossen sein soll.

Update Amazon: Rekordgewinn und enttäuschender Umsatzanstieg
Der Online-Händler Amazon konnte im dritten Quartal mit einem Rekordgewinn überraschen. Der Umsatzanstieg enttäuschte jedoch genauso wie der Ausblick auf das Weihnachtsquartal. Die Erlöse im dritten Quartal stiegen zwar von 43,7 Mrd. US-Dollar auf 56,6 Mrd. US-Dollar, verfehlten damit aber den letzten FactSet-Konsens von 57,1 Mrd. US-Dollar. Der Gewinn je Aktie verbesserte sich von 52 Cents auf 5,75 US-Dollar und übertraf damit die letzte Analysten-Schätzung von 3,08 US-Dollar. Der Ausblick auf das wichtige Weihnachtsquartal enttäuschte jedoch wiederum, denn Amazon erwartet lediglich einen Umsatzanstieg auf 66,5 bis 72,5 Mrd. US-Dollar während Analysten laut FactSet einen Umsatz von 73,8 Mrd. US-Dollar erwartet hatten.




Quelle: Reuters


Daimler: Viele Fragen

In der Autobranche geht es weiterhin rund. In Deutschland werden immer noch Hardware-Nachrüstungen für ältere Dieselautos diskutiert, der Handelsstreit drückt auf die Verkaufszahlen, genauso wie das neue Abgastestverfahren WLTP. Zu allem Überfluss fragen sich Marktteilnehmer, wie es bei Daimler weitergehen wird, wenn Konzernchef Dieter Zetsche von seinem CEO-Posten zurücktritt. Dagegen sind die Ergebnisse für das dritte Quartal 2018 nicht mehr lange ein Geheimnis. Sie werden am Donnerstag veröffentlicht. Analysten sehen laut FactSet bei den Schwaben für das dritte Quartal einen Anstieg des Gewinns je Aktie um 4,6 Prozent auf 2,12 Euro. Die Umsatzerlöse werden im Schnitt bei 41,55 Mrd. Euro gesehen, was einem Zuwachs von 1,8 Prozent entsprechen würde.

Update Daimler: Erneute Gewinnwarnung
Noch vor Veröffentlichung des Zwischenberichts für das dritte Quartal 2018 am Donnerstag, den 25. Oktober platzte Daimler mit ersten Eckdaten für das September-Quartal und der zweiten Gewinnwarnung innerhalb von wenigen Monaten heraus. Ursprünglich wollten die Schwaben in 2018 ein EBIT „leicht über dem Niveau des Vorjahres“ einfahren, im Juni wurde diese Prognose gesenkt. Das 2018er-EBIT sollte „leicht unter dem Vorjahresniveau“ ins Ziel kommen. Doch nun wird ein „deutlicher“ Rückgang in Aussicht gestellt. Eine schwächere Marktentwicklung und verschiedene Sonderfaktoren wie die ungeklärte Dieselfrage, Auslieferungsverzögerungen oder Kosten für Fahrzeugumrüstungen in Zusammenhang mit einem jahrelangen Streit vor den Gerichten rund um ein Kältemittel haben die Daimler-Ergebnisse im dritten Quartal belastet und zu der gesenkten Prognose geführt. Zwischen Juli und September rutschte das Konzern-EBIT von 3,4 Mrd. Euro im Vorjahr auf 2,5 Mrd. Euro und lag damit laut Konzernangaben deutlich unter den Markterwartungen.




Quelle: Reuters


BASF kämpft an vielen Fronten

Der ungewöhnlich heiße Herbstbeginn und das extreme Niedrigwasser im Rhein sorgten zuletzt dafür, dass BASF die Produktion im Ludwigshafener Stammwerk anpassen musste. Erfreulicher ist dagegen die Entwicklung rund um die BASF-Öl- und Gastochter Wintershall. Diese wird mit der früheren RWE-Sparte Dea fusioniert. Mittelfristig ist ein Börsengang geplant. Bereits am Freitag wird der Chemiekonzern dagegen seine Geschäftszahlen für das dritte Quartal 2018 präsentieren. Zuletzt gingen Analysten laut FactSet von einem Gewinnanstieg von 1,40 Euro je Aktie im Vorjahr auf nun 1,494 Euro aus. Die Umsatzerlöse werden bei 16,448 Mrd. Euro gesehen, nach 15,26 Mrd. Euro im Vorjahr.

Update BASF: Deutliches Umsatzwachstum trotz Niedrigwasser im Rhein
Der Chemiekonzern BASF steigerte den Umsatz im dritten Quartal um 8 Prozent auf 15,6 Mrd. Euro. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) vor Sondereinflüssen ging um 232 Mio. Euro auf 1,5 Mrd. Euro zurück, vor allem durch den deutlich niedrigeren Beitrag des Segments Chemicals. Auch bei Functional Materials & Solutions und Agricultural Solutions sank das EBIT vor Sondereinflüssen deutlich, während es im Segment Performance Products nur leicht abnahm. Einfluss auf das Geschäft hatte auch der niedrige Wasserstand des Rheins. „Über das gesamte dritte Quartal hat uns dies zu schaffen gemacht und zu Produktionseinschränkungen und höheren Transportkosten geführt“, erklärte BASF-Chef Brudermüller. Das Ergebnis nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter sank erwartungsgemäß um 10 Prozent auf 1,2 Mrd. Euro. Mit Blick auf das Gesamtjahr hat der Chemiekonzern den im September gesenkten Ausblick bestätigt. 



Quelle: Reuters


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